CSD-Verein nach Anschlag: „Wir bleiben laut und sichtbar“
CSD-Verein nach Anschlag: Wir bleiben laut

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat der veranstaltende Verein seine Entschlossenheit bekräftigt, weiterhin laut für die Rechte queerer Menschen einzutreten. „Die Hetze, die wir im Internet und im Alltag erleben, ist keine schöne Situation und hat Folgen für unsere Sicherheit. Für mich bedeutet das, dass wir noch lauter und noch sichtbarer werden müssen“, sagte Marcel Voges, Vorstandsmitglied des Berliner CSD-Vereins, dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Evakuierung nach dem Anschlag

Voges war am Samstagabend auf die Hauptbühne am Brandenburger Tor getreten, um die feiernde Menge über das vorzeitige Ende der Veranstaltung zu informieren. „Ich wusste zu dem Zeitpunkt nur, dass die Lage sehr ernst ist. Ansonsten kannte ich wenig Details“, schilderte Voges. Seine größte Sorge galt einem möglichen Chaos bei der Evakuierung: „Ich wollte alles tun, um Tumulte und Aufregung zu verhindern. Mir war wichtig, dass die Teilnehmenden sicher nach Hause kommen und alles friedlich verläuft.“

Klare Benennung des Täters, aber kein Platz für Hass

In einer Pressemitteilung stellte der Verein klar, dass er jede Form von Gewalt ablehne. „Rechte oder religiöse Ideologien verfolgen das Ziel, queere Menschen zu unterdrücken. Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung“, hieß es. Gleichzeitig positionierte sich der Verein gegen jede Instrumentalisierung der Tat für Hass gegen Muslime oder Menschen bestimmter Herkunft. „Liebe ist stärker als Hass“, lautete der abschließende Appell.

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Die Berliner CSD-Demonstration zog in diesem Jahr rund 200.000 Teilnehmer an. Der mutmaßliche Täter, ein 18-jähriger Syrer, soll mit einem Messer auf mehrere Menschen eingestochen haben. Über die genauen Hintergründe ermittelt die Polizei. Der CSD-Verein kündigte bereits an, die Sicherheitsvorkehrungen für künftige Veranstaltungen zu überprüfen.

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