Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner hat die zehn Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2024 auf eine besondere Weise vorgestellt: Sie stimmte den Refrain des Hits „Gut genug“ von Blumengarten, Kitschkrieg und Shirin David an, der in den sozialen Medien viral gegangen ist. Der Clip, der auf dem Instagram-Account der Tagesschau veröffentlicht wurde, zeigt Daubner (65), wie sie die Zeile „Du bist gut genuuuuug“ mit Kopfstimme singt – eine Anspielung auf die unzähligen Memes und Parodien, die das Lied in den letzten Monaten hervorgebracht hat.
Die Top 10 des Jugendworts 2024
Zu den diesjährigen Top-Kandidaten zählen Begriffe wie „Peak“, „Macker“ oder „Schere“. Die vollständige Liste wurde nicht nur von Daubner vorgetragen, sondern auch mit einem Augenzwinkern kommentiert. Ihre Gesangseinlage unterstreicht die wachsende Bedeutung von Social-Media-Trends für die Jugendsprache. Der Song „Gut genug“ selbst wurde in unzähligen Variationen adaptiert, etwa als „Arbeitszeitbetruuuuug“ oder „Es ist warm genuuuuug“.
Abstimmung läuft bis zum 20. August
Noch bis zum 20. August können Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren über die zehn Finalisten abstimmen. Anschließend wird aus den Top 3 der endgültige Sieger gewählt. Die Bekanntgabe des Jugendworts des Jahres 2024 ist für den 10. Oktober geplant. Seit 2008 wird die Wahl vom Langenscheidt-Verlag organisiert, um die dynamische Sprachkultur junger Menschen zu dokumentieren.
Daubner als Kultfigur der Jugendsprache
Susanne Daubner hat sich in den vergangenen Jahren weit über ihre Rolle als Tagesschau-Sprecherin hinaus einen Namen gemacht. Ihre jährlichen Erklärvideos zu den Jugendwörtern haben Kultstatus erreicht und werden in sozialen Netzwerken millionenfach geteilt. Auch in diesem Jahr sorgte ihr Auftritt für zahlreiche Reaktionen, die von Begeisterung bis zu humorvollen Kommentaren reichen. Die Wahl zum Jugendwort des Jahres spiegelt nicht nur sprachliche Neuerungen wider, sondern auch die Einflüsse von Popkultur und Internet-Memes auf die Alltagssprache.
Hintergrund zum Jugendwort des Jahres
Die Aktion wird seit 2008 durchgeführt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. In den letzten Jahren gewannen Begriffe wie „Goofy“ (2023) und „Smash“ (2022) oder „Cringe“ (2021). Die Jury wählt zunächst die Top 10 aus Einsendungen, über die dann online abgestimmt wird. Die Beteiligung ist jedes Jahr hoch, wobei die soziale Medien eine zentrale Rolle spielen. Daubner selbst wird oft als Sympathieträgerin bezeichnet, die mit ihrer unerwarteten Teilnahme an der Jugendkultur Brücken zwischen Generationen baut.
Der diesjährige Clip ist bereits auf Plattformen wie Instagram und TikTok viral gegangen und zeigt, wie etablierte Medienfiguren wie Daubner mit jungen Trends interagieren. Die 65-Jährige beweist einmal mehr, dass sie nicht nur seriöse Nachrichten vortragen, sondern auch humorvoll auf popkulturelle Phänomene eingehen kann. Die endgültige Entscheidung über das Jugendwort 2024 fällt im Oktober – bis dahin bleibt die Abstimmung geöffnet.



