Ein 13-jähriger Junge aus dem Trentino ist gestorben, nachdem er neun Jahre im Wachkoma gelegen hatte. Der Junge namens Mattia hatte sich 2017 als Vierjähriger durch den Verzehr von mit Ehec-Bakterien belastetem Rohmilchkäse schwer infiziert. Medien zitieren den Vater: „Unser Mattia hat uns verlassen.“
Jahrelanger Kampf der Familie
Seit der Infektion kämpfte die Familie zwischen Hoffnung und Trauer. Der Vater, Giovanni Battista Maestri, widmete sich der Aufklärung über Risiken von Rohmilchprodukten. Er forderte strengere Warnhinweise und veröffentlichte ein Buch über die Gefahren. Die Familie wollte aus Mattias Schicksal eine Warnung machen.
Schwere Ehec-Folgen
Nach dem Verzehr des Käses entwickelte Mattia ein hämolytisch-urämisches Syndrom (Hus). Diese schwere Ehec-Komplikation führt zu Nierenschäden und neurologischen Problemen. Trotz Monaten auf Intensivstationen und in Reha erlangte er nie wieder das Bewusstsein.
Debatte über Rohmilchprodukte
Der Fall löste in Italien eine Debatte über Sicherheit von nicht pasteurisierter Milch aus. Die Familie brachte Forderungen in die Politik ein. Anwälte sprachen laut „Corriere della Sera“ von „neun Jahren Leid für ein Kind und eine Familie“.
Ehec auch in Deutschland
Ehec-Infektionen gibt es auch in Deutschland regelmäßig. Laut Robert Koch-Institut erkranken jährlich Tausende. 2024 wurde ein Todesfall gemeldet. Ehec-Stämme kommen bei Wiederkäuern vor und werden durch kontaminierte Lebensmittel wie rohes Fleisch oder Rohmilch übertragen.



