Süchtigentreff Augsburg-Oberhausen: Anwohner klagen über Drogen
Süchtigentreff Augsburg: Anwohner berichten von Drogen

Im Augsburger Stadtteil Oberhausen sorgt der Süchtigentreff seit Monaten für Unmut bei den Anwohnern. Sie berichten von offenem Drogenkonsum, herumliegenden Spritzen und nächtlichen Ruhestörungen. Die Situation hat sich nach Angaben der Betroffenen in den vergangenen Monaten deutlich verschärft.

Anwohner schildern ihre Erfahrungen

Ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte, beschreibt die Lage: „Man kann abends nicht mehr beruhigt auf der Straße gehen. Es liegen Spritzen auf dem Spielplatz, und es wird offen konsumiert.“ Solche Aussagen sind typisch für die Beschwerden, die bei der Stadt Augsburg eingegangen sind. Die Polizei bestätigt, dass die Einsätze im Bereich des Süchtigentreffs zugenommen haben.

Die Einrichtung in der Oberhauser Straße ist eine Anlaufstelle für Suchtkranke. Sie bietet Beratung, medizinische Versorgung und einen geschützten Rahmen. Doch die Anwohner fordern, dass die Stadt mehr für die Sicherheit im Viertel tut. Sie verweisen auf die hohe Zahl von Drogenabhängigen, die sich in der Umgebung aufhalten.

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Stadt Augsburg reagiert

Die Stadtverwaltung hat auf die Beschwerden reagiert. Laut einem Sprecher wurden zusätzliche Reinigungskräfte eingesetzt, um die Umgebung des Treffs sauber zu halten. Auch die Polizei hat ihre Streifen im Bereich erhöht. „Wir nehmen die Sorgen der Anwohner ernst und arbeiten an Lösungen“, so der Sprecher weiter.

Eine der Maßnahmen ist die Einrichtung eines Runden Tisches, an dem Anwohner, Stadt, Polizei und Betreiber des Süchtigentreffs teilnehmen. Ziel ist es, die Situation zu verbessern und das Miteinander im Viertel zu fördern. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, konkrete Ergebnisse stehen jedoch noch aus.

Probleme nicht neu, aber intensiver

Die Probleme rund um den Süchtigentreff sind nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gab es Beschwerden über Drogenkriminalität und Verschmutzung. Neu ist allerdings die Intensität, mit der die Anwohner die Situation wahrnehmen. Einige fordern sogar die Verlegung des Treffs, andere setzen auf Dialog.

Die Betreiber des Süchtigentreffs verweisen auf die Notwendigkeit der Einrichtung. „Ohne uns wären die Menschen auf der Straße und es gäbe noch mehr Probleme“, sagt eine Mitarbeiterin. Sie appelliert an die Anwohner, Verständnis für die Suchtkranken aufzubringen.

Zahlen und Fakten

Die Polizei Augsburg hat im vergangenen Jahr rund 200 Einsätze im Umfeld des Süchtigentreffs verzeichnet. Das sind etwa 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Drogennotfälle in der Umgebung ist gestiegen. Die Stadt sieht hier einen Zusammenhang mit der allgemeinen Drogenszene in der Stadt.

Der Süchtigentreff in Oberhausen ist einer von mehreren in Augsburg. Er wird von der Diakonie betrieben und finanziell von der Stadt unterstützt. Die Einrichtung ist täglich geöffnet und bietet Platz für etwa 50 Personen.

Ausblick

Die Stadt kündigt an, die Situation weiter zu beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt und eine verstärkte Sozialarbeit. Die Anwohner hoffen, dass sich die Lage bald verbessert und das Viertel wieder sicherer wird.

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