Spanien in der Krise: Sánchez genießt Urlaub auf Lanzarote
Spanien-Krise: Sánchez im Urlaub auf Lanzarote

Während Spanien mit einer der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte kämpft, genießt Ministerpräsident Pedro Sánchez seinen Sommerurlaub auf Lanzarote. Der 54-Jährige reiste am Samstag mit dem Privatjet in die Staatsvilla „La Mareta“ – mit Pool, Tennisplatz und privatem Meereszugang. Vier Wochen Urlaub hat sich der Premier gegönnt, so lange wie kein anderer EU-Regierungschef. Drei davon verbringt er auf der Kanareninsel.

Urlaub statt Krisenmanagement

Während Sánchez auf Instagram gut gelaunt seine Lieblingssongs für den Sommer empfahl, eskalierte die Lage an mehreren Fronten. In der spanischen Exklave Ceuta bahnte sich eine humanitäre Katastrophe an, Waldbrände wüten in weiten Teilen des Landes, und an den Stränden wurden immer mehr Tote angespült. Kritiker werfen dem Premier vor, die Staatsgeschäfte zu vernachlässigen.

Besonders brisant: Am Donnerstag überquerten binnen weniger Stunden zwischen 50.000 und 60.000 Menschen die Grenze zu Ceuta. Die kleine Hafenstadt war völlig überfordert. Dutzende Migranten ertranken im Meer oder wurden in dem Chaos niedergetrampelt – unter ihnen sollen auch Kinder sein. In Ceuta sind derzeit 862 unbegleitete Minderjährige registriert, offiziell gibt es jedoch nur 29 Plätze für sie. Viele Migranten sind zwar nach Marokko zurückgekehrt, aber Hunderte schlafen weiterhin im Freien.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Warnungen ignoriert?

Laut „Euronews“ hatten Geheimdienste die spanische Regierung vor der Migrationswelle gewarnt. Doch diese habe die Warnungen „systematisch ignoriert“. Die Folge: chaotische Szenen in Ceuta, das die Menschen nicht versorgen kann, aber auch nicht abschieben darf. Eine humanitäre Katastrophe zeichnet sich ab, während Sánchez auf Lanzarote die Sonne genießt.

Doch nicht nur in Ceuta brennt es – auch im übertragenen Sinne. Seit Wochen wüten verheerende Waldbrände in Spanien. In der Provinz Ávila verbrannten 47.000 Hektar Land, der größte Waldbrand der jüngeren Geschichte des Landes. Feuerwehrleute kämpfen ohne ausreichende Unterstützung gegen die Flammen, während die nächste Hitzewelle bereits anrollt.

Kritik an Sánchez wächst

Die Opposition und viele Bürger fragen sich: Warum ist der Premier nicht im Land, wenn die Lage so ernst ist? Stattdessen postet er Urlaubsfotos und empfiehlt Sommerhits. Sánchez scheint die Krise zu unterschätzen – oder sie ihm schlicht egal zu sein. Dabei hat er eigentlich Besseres zu tun: Ab September muss er sich vor Gericht verantworten, wegen des Vorwurfs der illegalen Einflussnahme und Veruntreuung öffentlicher Gelder.

Seine Frau Begoña Gómez ist ebenfalls von den Ermittlungen betroffen. Doch all das scheint den Urlaub des Premiers nicht zu trüben. Drei Wochen lang will er nun in „La Mareta“ residieren, ehe er nach Madrid zurückkehrt. Ob er dann die Probleme des Landes angeht, bleibt abzuwarten.

Spanien am Limit

Die Lage in Spanien ist ernst: Waldbrände, Migrationskrise, Hitzewelle – das Land steht vor enormen Herausforderungen. Doch Sánchez scheint die Dringlichkeit nicht zu erkennen. Während die Bürger leiden, genießt er den Luxus seiner Staatsvilla. Die Frage ist, wie lange sich die Spanier das noch gefallen lassen.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Premier seine Prioritäten überdenkt. Bis dahin bleibt Spanien im Chaos – und Sánchez im Urlaub.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration