EU streicht Griechenland von Liste mit makroökonomischen Ungleichgewichten
EU streicht Griechenland von Ungleichgewichtsliste

Die Europäische Kommission hat Griechenland offiziell von der Liste der EU-Mitgliedstaaten mit makroökonomischen Ungleichgewichten gestrichen. Diese Entscheidung wurde am 3. Juni 2026 in Brüssel getroffen und markiert einen bedeutenden Meilenstein für das südeuropäische Land.

Mitsotakis begrüßt Entscheidung

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis begrüßte die Entscheidung der Kommission auf seiner Facebook-Seite. Er erklärte, dass damit ein negatives Kapitel geschlossen werde, das vor 16 Jahren geöffnet worden sei. Diese Entwicklung sei das Ergebnis der harten Anstrengungen der Bürger und des Staates. Es handle sich nicht um eine bloß technokratische Feststellung, sondern um das Fundament für ein besseres Leben. Die erzielten Überschüsse könnten nun in höhere Löhne und Renten umgesetzt werden, fügte der konservative Regierungschef hinzu, der Griechenland seit 2019 regiert.

Ende einer Überwachungsphase

Mit der Entscheidung endet für Griechenland eine weitere Form der wirtschaftspolitischen Überwachung durch die Europäische Union. Nach Einschätzung der Kommission haben sich die Risiken im Zusammenhang mit der Staats- und Auslandsverschuldung deutlich verringert. Zudem verweist Brüssel auf solides Wirtschaftswachstum, Haushaltsüberschüsse, Fortschritte bei Reformen und eine Stabilisierung des Bankensektors, wie das griechische Finanzministerium mitteilte.

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Hintergrund der Krise

Griechenland erhielt zwischen 2010 und 2018 mehrere internationale Hilfspakete, um seine Schuldenkrise zu bewältigen. Auf dem Höhepunkt der Krise stand das Land vor allem 2015 zeitweise kurz vor einem Austritt aus der Eurozone. Die Streichung von der Liste ist ein weiterer Schritt zur Normalisierung der wirtschaftlichen Lage des Landes.

Die Entscheidung der EU-Kommission wird als positives Signal für die griechische Wirtschaft gewertet und zeigt, dass die Reformbemühungen der letzten Jahre Früchte tragen. Experten erwarten, dass dies das Vertrauen der Investoren weiter stärken wird.

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