Evelyn Wöldicke: Geschichten müssen zu den Menschen kommen
Evelyn Wöldicke, eine erfahrene Kulturvermittlerin, betont die Notwendigkeit, Geschichten dorthin zu bringen, wo die Menschen sind. In einem exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion spricht sie über ihre Arbeit und die Herausforderungen, kulturelle Inhalte für ein breites Publikum zugänglich zu machen.
Die Bedeutung von Geschichten
Für Wöldicke sind Geschichten der Schlüssel zur Verbindung zwischen Menschen und Kultur. Sie erklärt: „Geschichten haben die Kraft, Brücken zu bauen und Verständnis zu fördern. Es ist unsere Aufgabe, sie aus den Elfenbeintürmen der Institutionen herauszuholen und in den Alltag der Menschen zu integrieren.“
Praktische Ansätze
Die Kulturvermittlerin setzt auf innovative Formate, die niedrigschwellige Zugänge bieten. Dazu gehören Lesungen in Stadtteilen mit geringer Kulturaffinität, interaktive Workshops und digitale Angebote. „Wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind – in Parks, auf Marktplätze oder ins Internet“, so Wöldicke.
Herausforderungen und Erfolge
Trotz vieler Erfolge sieht Wöldicke auch Hindernisse. Finanzielle Mittel und strukturelle Hürden erschweren oft die Arbeit. Dennoch ist sie optimistisch: „Wenn wir es schaffen, die Geschichten lebendig und relevant zu machen, öffnen sich die Menschen dafür.“ Sie verweist auf Projekte, bei denen Teilnehmer zuvor kaum Berührung mit Kultur hatten und nun regelmäßig Angebote nutzen.
Zukunft der Kulturvermittlung
Wöldicke plädiert für eine stärkere Vernetzung von Kultureinrichtungen mit sozialen Trägern und Bildungseinrichtungen. „Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass Kultur nicht nur ein Privileg weniger bleibt, sondern allen zugutekommt.“ Ihre Vision: Eine Gesellschaft, in der Geschichten nicht nur konsumiert, sondern aktiv mitgestaltet werden.



