ICC Berlin: Wegner sieht „echte Perspektive“ für neues Kunstzentrum
ICC Berlin: Wegner sieht „echte Perspektive“ für Kunst

Das legendäre Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin, seit Jahren ein Lost Place, soll zu einem Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft werden. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) spricht von einer „echten Perspektive“ nach vielen Jahren des Stillstands. Die Empfehlung des Senats zur Vergabe sei ein entscheidender erster Schritt, schrieb Wegner auf X. „Wir werden jetzt alle weiteren Fragen angehen, insbesondere zu Finanzierung, Genehmigungen und Umsetzung.“

Wahrzeichen Berlins mit neuem Konzept

Wegner nannte den 1979 eröffneten Stahlkoloss am Funkturm, einst das größte Kongresszentrum Europas, ein Wahrzeichen Berlins. „Wir wollen, dass es wieder ein Ort für Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft und Begegnung wird.“ Davon werde auch die Messe profitieren, denn ein wiederbelebtes ICC stärke den Standort rund um das Messegelände und den Berliner Westen insgesamt.

Investor aus Leipzig ausgewählt

Das Land will das Gebäude per Erbbaurecht für 99 Jahre an einen Betreiber abgeben. Als federführender Investor wurde nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ und des „Tagesspiegel“ der Immobilienentwickler MIB AG ausgewählt, der in Leipzig das Kulturquartier Spinnerei betreibt. Über das Konzept wollen Wirtschaftsministerin Franziska Giffey und Bausenator Christian Gaebler (beide SPD) auf einer Pressekonferenz informieren.

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Größter Lost Place der Hauptstadt

Seit Jahren wurde diskutiert, was aus dem größten Lost Place der Hauptstadt werden soll. Ideen gab es viele, vom Kongresshotel bis zum Gewächshaus. Seit 2019 steht der Stahlriese unter Denkmalschutz. Es gibt Sanierungsbedarf, denn in dem wuchtigen Bau von gut 300 Metern Länge mit 80 Sälen und Räumen und insgesamt 14.500 Sitzplätzen wurden Schadstoffe entdeckt.

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