Fünf junge Helfer für Brandeinsatz in Seniorenheim geehrt
Junge Helfer nach Brandeinsatz in Chemnitz geehrt

Fünf junge Menschen sind für ihren beherzten Einsatz bei einem Brand in einem Chemnitzer Seniorenheim mit dem Lebensrettungsehrenzeichen des Freistaates Sachsen ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand durch Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD) statt, der die fünf Helfer als Vorbilder würdigte.

Spontane Hilfe statt Zögern

Die jungen Leute, die im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes an einem Seminar in der Stadt teilnahmen, wurden im März auf das Feuer aufmerksam. Als sie am Schlossteich einen Kaffee trinken wollten, bemerkten sie das Piepen eines Brandmelders und Rauch, der aus einem Gebäude aufstieg. „Wir sind dann einfach losgerannt. Uns war klar, wir müssen helfen“, schilderte eine von ihnen später die Situation.

Ohne zu zögern, wählten sie den Notruf und eilten in das Pflegeheim, um als Ersthelfer aktiv zu werden. Einer von ihnen ergriff einen Feuerlöscher und bekämpfte die Flammen in einem Zimmer, während andere halfen, Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit zu bringen.

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Oberbürgermeister lobt Zivilcourage

Oberbürgermeister Schulze betonte bei der Zeremonie: „Sie haben damals nicht gewartet, dass sich jemand anderes kümmert, sondern selbst die Initiative ergriffen und sich aktiv an der Rettung beteiligt.“ Ihr Handeln sei vorbildlich und habe geholfen, Schlimmeres zu verhindern.

Bei dem Brand im März war ein Bewohner ums Leben gekommen, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Die schnelle Reaktion der jungen Helfer trug dazu bei, dass die Lage nicht außer Kontrolle geriet.

Ehrenzeichen für außergewöhnlichen Mut

Das Lebensrettungsehrenzeichen wird an Personen verliehen, die „unter Lebensgefahr oder besonders bedrohlichen, gefahrvollen Umständen Menschenleben gerettet oder eine der Allgemeinheit drohende erhebliche Gefahr abgewendet haben“. Die Auszeichnung besteht aus Feinsilber, zeigt das sächsische Wappen und trägt neben dem Namen des Geehrten die Inschrift „Für Rettung aus Gefahr“.

Die fünf jungen Menschen, die an diesem Tag Zivilcourage bewiesen, sind damit Teil einer Reihe von Persönlichkeiten, die in Sachsen für außergewöhnliche Rettungstaten geehrt wurden. Ihr Einsatz bleibt nicht nur den Bewohnern des Seniorenheims in Erinnerung, sondern auch der Stadtgesellschaft, die ihnen dankbar ist.

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