CSD-Attentat: Ermittler durchsuchen zweites Handy des Täters
CSD-Anschlag: Zweites Handy des Attentäters wird durchsucht

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin dauern die Ermittlungen an. Wie die Funke Mediengruppe unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, wird derzeit ein zweites Handy des Attentäters durchsucht. Die Frage ist, ob sich darauf Hinweise auf mögliche Komplizen oder eine Tatbeteiligung weiterer Personen finden lassen.

Zweites Handy des Attentäters: Neue Spuren?

Die Durchsuchung des zweiten Mobilgeräts könnte nach Einschätzung von Sicherheitsexperten entscheidende neue Erkenntnisse liefern. Bereits das erste Handy des Täters hatte den Ermittlern wichtige Hinweise auf die Radikalisierung des Mannes gegeben. Nun könnte das zweite Gerät weitere Kontakte und Kommunikationsverläufe offenlegen.

Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht zu den laufenden Ermittlungen äußern. Man sei bestrebt, alle Spuren vollständig auszuwerten, hieß es lediglich.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Anschlag auf CSD: Das ist bisher bekannt

Bei dem Anschlag am Rande des CSD-Umzugs in Berlin-Tiergarten waren mehrere Menschen verletzt worden, einige davon schwer. Der Attentäter, ein 31-jähriger Deutscher mit Migrationshintergrund, wurde von der Polizei am Tatort überwältigt und festgenommen. Er soll aus islamistischen Motiven gehandelt haben.

Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann Unterstützung aus dem Umfeld der radikalen Szene hatte. Die Auswertung des zweiten Handys könnte dabei eine zentrale Rolle spielen.

Polizei erhöht Sicherheitsmaßnahmen in Berlin

Als Reaktion auf den Anschlag hat die Polizei in Berlin die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Im Tiergarten, wo sich der Vorfall ereignete, wurden provisorische Poller installiert, um Fahrzeuge von Veranstaltungen fernzuhalten. Auch andere öffentliche Plätze werden stärker überwacht.

Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden, insbesondere Personen, die das zweite Handy des Attentäters möglicherweise gesehen haben.

Hintergründe zur Radikalisierung des Täters

Nach bisherigen Erkenntnissen soll sich der Attentäter erst vor wenigen Monaten radikalisiert haben. Er war den Behörden bislang nicht als Gefährder bekannt. In seinem Umfeld soll er jedoch vermehrt extremistische Inhalte konsumiert und Kontakt zu radikalen Predigern gehabt haben.

Die Auswertung der Handydaten könnte nun Aufschluss darüber geben, ob es weitere Kontakte in die islamistische Szene gab.

Auswirkungen auf den CSD und die Stadtgesellschaft

Der Anschlag hat in Berlin und darüber hinaus Entsetzen ausgelöst. Die CSD-Organisatoren kündigten an, den Umzug im nächsten Jahr trotz der Ereignisse wieder durchzuführen, aber mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. Politiker aller Parteien verurteilten die Tat und sprachen den Opfern ihre Solidarität aus.

Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgesetzt. Die Behörden wollen schnellstmöglich klären, ob der Attentäter allein handelte oder in ein Netzwerk eingebunden war.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration