Hollywoodstar Kiefer Sutherland möchte noch lange leben. „Ich liebe es, auf der Welt zu sein“, sagt der 59-jährige Schauspieler und Musiker im Gespräch mit dem „Fränkischen Sonntag“. Der Kanadier reflektiert darin über das Älterwerden, seine Familie und die zunehmende Komplexität des Lebens.
Bewusster Umgang mit der Endlichkeit
„Mit 60 bist du dir der Endlichkeit des Lebens bewusster als mit 50. Ich möchte mich einfach noch nicht damit abfinden, dass das Leben bald vorbei sein könnte“, erklärte Sutherland. Körperlich setze ihm das Alter bisher kaum zu: „Ich kann noch alles machen, was ich auch mit 20 machen konnte. Vielleicht nur nicht mehr so schnell.“ Dennoch sei ihm bewusst, dass er nicht mehr jung ist: „Ich werde 60, davor renne ich nicht davon. Ich halte es für wertvoll, Lebenserfahrung anzuhäufen.“
Familie als zentraler Lebensanker
Eine große Rolle spielt für Sutherland seine Familie. „Ich liebe meine Familie, meine Enkel, meine Freunde, das Leben ist gut zu mir“, betonte der Schauspieler. Der Rückhalt durch seine Liebsten gebe ihm Kraft und Lebensfreude. Die Wertschätzung für das Miteinander sei im Alter noch gewachsen.
Kritik an der modernen Gesellschaft
Mit Blick auf seine Kindheit stellt Sutherland fest: „Die ganzen Erfindungen, die es uns vermeintlich leichter machen, machen es uns in Wirklichkeit schwerer.“ Zudem beobachte er eine zunehmende Gereiztheit in der Gesellschaft. „Die Leute haben ein Haus, ein, zwei Autos, ein, zwei Kinder, einen Hund, und doch flippen sie beim kleinsten Anlass aus“, sagte er. „Vielleicht bin ich ungenau, aber ich glaube, wir sind auch deshalb so wütend, weil wir uns oft hilflos und überfordert fühlen und weil wir merken, dass wir unser eigenes Schicksal nicht mehr selbst in der Hand haben.“
Lebensweisheiten eines Hollywoodstars
Trotz der kritischen Töne blickt Sutherland optimistisch in die Zukunft. Er wolle das Leben weiterhin genießen und sich nicht von der Endlichkeit verunsichern lassen. Seine Erfahrung als Schauspieler und Musiker helfe ihm dabei, die Dinge gelassener zu sehen. „Das Leben ist gut zu mir“, resümiert der 59-Jährige.



