Las Vegas – Die Spannung steigt: Am Sonntagabend beginnt der 7. Tag beim 10.000 Dollar Main Event der World Series of Poker im Horseshoe Casino in Las Vegas. Von ursprünglich 9208 Teilnehmern sind nur noch 62 Spieler im Rennen um das goldene Bracelet und den Hauptpreis von 10 Millionen Dollar. Drei deutsche Poker-Spieler haben noch alle Chancen auf den Sensations-Coup: Hossein Ensan, Giuseppe Pantaleo und Tolga Karakaya.
Ex-Weltmeister Hossein Ensan auf Platz 5
Der aus Greven (Nordrhein-Westfalen) stammende Hossein Ensan (62) gewann bereits 2019 das Main Event der WSOP. Damals setzte er sich in einem dramatischen Finale gegen den Italiener Dario Sammartino durch und kassierte die Mega-Summe von 10 Millionen Dollar. Jetzt hat er die Möglichkeit, dieses Kunststück zu wiederholen. Nach sechs gespielten Tagen liegt Ensan auf Platz 5 und hat damit eine hervorragende Ausgangsposition.
Nicht weit dahinter folgt der Bielefelder Giuseppe Pantaleo. Der Deutsch-Italiener, der seit Jahren in Las Vegas lebt, belegt momentan den 15. Platz. Sein Chipstack liegt nur 3,3 Millionen weniger als der von Ensan – ein Rückstand, der bei den aktuellen Blind-Leveln schnell aufgeholt werden kann. Pantaleo ist kein Unbekannter in der Pokerwelt: Bereits 2018 gewann er ein Bracelet, damals im Team mit der Inderin Nikita Luther. Seine Karriere-Gewinne belaufen sich auf 2,4 Millionen Dollar, online hat er sogar das Doppelte eingespielt. Er weiß genau, wie man in solchen Turnierphasen spielen muss.
Tolga Karakaya als dritter Deutscher im Rennen
Der dritte Deutsche im Bunde ist Tolga Karakaya. Während Ensan und Pantaleo als Poker-Profis gelten, gehört Karakaya eher zur Amateur-Kategorie. Sein bestes Ergebnis erzielte er 2021 im Main Event der World Series of Poker Europe, als er 13. wurde und knapp den Finaltisch verpasste. Will er dieses Ergebnis zumindest wiederholen, muss er sich in der Nacht zu Montag deutlich steigern – derzeit liegt er auf Platz 38. Immerhin haben alle drei Spieler bereits 150.000 Dollar sicher.



