Vorbei die Zeiten von Rolf Eden und Harald Juhnke: Was ist noch übrig vom alten Glamour des Berliner Ku’damms? Lange eilte dem Luxusboulevard im Berliner Westen ein schillernder Ruf voraus – und heute? Eine Erkundung zwischen Porsche und Champagner, Großbaustellen und Schuhen mit weißen Gummisohlen.
Persönliche Erinnerungen an eine glanzvolle Ära
„Auf dem Ku’damm habe ich meine besten Schuhe gekauft – amerikanische Budapester, rahmengenäht, Cordovan-Leder. Und von meinem ersten Honorar erstand ich hier einen Burberry-Mantel“, erinnert sich der Autor Kai Müller. Das war vor mehr als 25 Jahren. Sowohl Schuhe als auch Mantel trägt er immer noch gerne. Doch seither ist er nicht mehr oft auf dem Ku’damm gewesen.
Der Wandel des Boulevards
Der Ku’damm, einst Synonym für Luxus, Glamour und Prominenz, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Wo früher Edelgeschäfte und exklusive Clubs lockten, prägen heute Großbaustellen und internationale Modeketten das Bild. Die Zeiten von Nachtclubbesitzer Rolf Eden und Entertainer Harald Juhnke, die den Boulevard mit ihrem schillernden Lebensstil prägten, sind vorbei.
Zwischen Porsche und Champagner
Trotz des Wandels gibt es noch immer Inseln des Luxus: Autohäuser mit Porsche und anderen Nobelmarken, Champagner-Bars und exklusive Schuhe mit weißen Gummisohlen zeugen von der Vergangenheit. Doch der Massentourismus und die zunehmende Kommerzialisierung haben dem Ku’damm seinen einzigartigen Charakter genommen.
Eine Bestandsaufnahme
Die Mischung aus historischem Flair und moderner Bebauung ist ambivalent. Während einige den Verlust des alten Glamours beklagen, sehen andere Chancen in der Neugestaltung. Der Ku’damm bleibt ein Magnet für Besucher, aber die Frage nach seiner Identität ist offen.



