Klopp als Bundestrainer: Zwischen Meistertrainer und Meister-Raffke
Die Ernennung von Jürgen Klopp zum neuen Bundestrainer sorgt bei den Lesern der Berliner Morgenpost für geteilte Reaktionen. Während einige seine Erfolge in Dortmund und Liverpool würdigen, äußern andere deutliche Skepsis. Wolf-Rüdiger Heilmann schreibt per E-Mail: „Noch gilt Klopp aufgrund seiner Erfolge in Dortmund und Liverpool als Meistertrainer – noch! Ob er es auch als Bundestrainer wird, ist meines Erachtens zumindest fraglich. Momentan erscheint er mir eher als Meister-Raffke, der mit seinen plumpen Reklameauftritten für alles und jedes mühelos ganz allein eine dreißigminütige Werbepause füllen könnte.“ Heilmann bezieht sich auf Klopps Aussage: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch. Noch!“ und bezeichnet dies als „Intrige des Jahres“.
CDU-Personalrochade: Kritik an Frauenförderung und Brandmauer
Die Umbesetzung im Kabinett von Kanzler Friedrich Merz (CDU) stößt bei den Lesern auf teils scharfe Kritik. Klaus P. Jaworek kommentiert per E-Mail: „Der Erfinder und Erbauer der deutschen Brandmauer, Friedrich Merz, baut nun sein Kabinett um. Ob er nun bei seinem jetzigen Umbau mehr Glück als Verstand hat, bleibt abzuwarten.“ Petra Hammann kritisiert die mangelnde Frauenförderung: „Mit der Regierungsumbildung hätte Friedrich Merz jetzt die Chance gehabt, mal eine weitere kompetente Frau ins Kabinett zu holen. Stattdessen läuft es mit seiner Rochade auf ein Nullsummenspiel hinaus: Für Warken als neue Kanzleramtschefin rückt mit Carsten Linnemann im Gesundheitsministerium wieder ein Mann nach.“ Auf Facebook äußert Hans-Peter Herz: „Die einzige halbwegs gegen alle Lobbyisten durchsetzungsfähige Gesundheitsministerin der letzten Jahrzehnte muss jetzt den Platz räumen. Unglaublich.“ Marina Kürschner vermutet: „Söder zieht im Hintergrund garantiert seine Fäden. Vielleicht geht sein Traum vom Kanzler doch noch in Erfüllung!“
BVG plant Abschied von Fahrscheinautomaten: Leser kritisieren mangelnde Vorbereitung
Die Pläne der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Fahrscheinautomaten abzuschaffen, stoßen bei Jochen Sieler auf massive Kritik. Er schreibt: „Dieses Ansinnen der BVG ist ja an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Offenbar will man hier aus der technologischen Steinzeit, in der sich die BVG ja immer noch befindet, mit einem Schlag ins digitale Zeitalter springen.“ Sieler fordert, dass zuerst die Pünktlichkeit und Sauberkeit verbessert werden müssen: „Sorgt erst mal dafür, dass Busse und Bahnen auch nur annähernd pünktlich und sauber werden, bevor ihr euch mit solch hochtrabenden Vorhaben befasst.“ Er verweist auf Systeme in London, Hongkong oder Singapur, die seit Jahrzehnten funktionieren.
Galeria-Rettung: Leserin warnt vor Steuerverschwendung
Zur Initiative von Senatorin Franziska Giffey, die Berliner Galeria-Standorte zu retten, äußert sich Monika Faris kritisch: „Hier möchte ich dringend Frau Giffey erinnern: Sie haben schon einmal unsere Steuergelder an das Pleite-Unternehmen verschenkt. Bitte nicht unsere Steuern so leicht in den Rachen des Unternehmens werfen.“ Sie kritisiert die Vermieter: „Die Maßlosigkeit der Vermieter ist unmoralisch.“
Müllproblem in Berlin: Drei Viertel der Bürger sehen Verbesserungsbedarf
Laut einer Umfrage finden drei Viertel der Berliner die Stadt besonders schmutzig. Bernd Lange schlägt vor: „Zur Minimierung des Müllproblems könnte das zuständige Ordnungsamt seine Mitarbeiter anweisen, sich nicht um das bequeme Verteilen von Knöllchen im ruhenden Straßenverkehr, sondern um die bekannte Müllproblematik zu kümmern.“ Er betont, dass kein zusätzliches Personal nötig sei.



