American Express Kreditkarten: Unterschiede in Kosten und Boni
Amex Kreditkarten: Farben, Kosten und Boni im Überblick

American Express unterscheidet seine Kreditkarten nicht nur optisch durch Farben, sondern auch durch Leistungen, Gebühren und Zusatzvorteile. Von der kostenlosen Blue Card bis zur exklusiven Centurion Card – jede Karte spricht eine bestimmte Zielgruppe an. Der folgende Überblick erklärt die Unterschiede und hilft bei der Auswahl.

Platinum Card: Premium für Vielreisende

Die American Express Platinum Card richtet sich an Personen, die häufig reisen und Wert auf Komfort legen. Zu den Vorteilen gehören Lounge-Zugang an Flughäfen weltweit, Hotel- und Mietwagen-Upgrades sowie umfangreiche Versicherungspakete. Jährlich erhalten Karteninhaber Guthaben in Höhe von 200 Euro für Online-Reisen, 150 Euro für Restaurantbesuche und 200 Euro für Sixt-Ride-Fahrten. Derzeit lockt American Express mit einem Rekord-Willkommensbonus von bis zu 85.000 Membership Rewards Punkten. Dieser ist zweistufig: 40.000 Punkte nach 6.000 Euro Umsatz und weitere 45.000 Punkte nach insgesamt 10.000 Euro Umsatz in den ersten sechs Monaten. Die monatliche Gebühr beträgt 60 Euro, also 720 Euro jährlich.

Business Platinum Card: Für Unternehmen und Selbstständige

Die Business Platinum Card adressiert Unternehmen und Selbstständige mit umfassenden Leistungen. Neben Lounge-Zugang und Versicherungen bietet sie flexible Zahlungsziele von bis zu 58 Tagen und eine automatisierte Belegverarbeitung mit GetMyInvoices. Bis zu 99 kostenlose Zusatzkarten für Mitarbeiter sind inklusive. Neukunden erhalten aktuell einen Willkommensbonus von 200.000 Membership Rewards Punkten. Die Jahresgebühr liegt bei 850 Euro. Zugang zu über 1.550 Airport Lounges weltweit ist ebenfalls enthalten.

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Gold Card: Lifestyle und Punkte sammeln

Die American Express Gold Card ist aus Metall und auch in Roségold erhältlich. Sie bietet Versicherungen sowie Vorteile bei Partnern aus Gastronomie und Reisebranche. Der Willkommensbonus beträgt bis zu 50.000 Membership Rewards Punkte, gestaffelt: 20.000 Punkte ab 3.000 Euro Umsatz und weitere 30.000 Punkte nach insgesamt 5.000 Euro Umsatz. Zudem gibt es ein jährliches Lodenfrey-Guthaben von 80 Euro und bis zu 290 Euro Guthaben für Mobilität. Die Monatsgebühr beträgt 20 Euro (240 Euro jährlich). Der Priority Pass zum Vorteilspreis ermöglicht Lounge-Zugang weltweit.

Business Gold Card: Mittelklasse für Geschäftskunden

Die Business Gold Card ist für Selbstständige und kleinere Unternehmen geeignet, die ein Bonusprogramm nutzen möchten, ohne die hohen Gebühren der Platin-Variante zu zahlen. Der Willkommensbonus beträgt 50.000 Membership Rewards Punkte bei 10.000 Euro Mindestumsatz in sechs Monaten. Die Karte ist im ersten Jahr beitragsfrei, danach kostet sie 175 Euro jährlich. Weitere Vorteile sind 100 Euro jährliches Guthaben für Dell Technologies, 0,4 Prozent Cashback sowie bis zu 50 Tage Zahlungsziel und 99 kostenfreie Mitarbeiterkarten.

Grüne American Express Card: Günstiger Einstieg ins Punkte Sammeln

Die American Express Card (grün) kostet fünf Euro pro Monat, ist aber ab 9.000 Euro Jahresumsatz im Folgejahr kostenfrei. Neukunden erhalten 10.000 Membership Rewards Punkte bei 2.000 Euro Mindestumsatz in sechs Monaten. Die Karte bietet Zugang zum Membership Rewards Programm, Amex Offers sowie erweiterte Versicherungsleistungen wie Reise-Komfortversicherung und Verkehrsmittel-Unfallversicherung. Der Priority Pass ist zum Vorteilspreis erhältlich.

Blue Card: Kostenlose Karte für Einsteiger

Die Blue Card von American Express ist dauerhaft kostenlos und bietet ein Startguthaben von 25 Euro nach Erreichen des Mindestumsatzes. Sie beinhaltet Amex Offers und die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 30 Euro jährlich am Membership Rewards Programm teilzunehmen. Der Priority Pass ist ebenfalls zum Vorteilspreis verfügbar. Damit eignet sie sich für Personen, die eine kostenlose Kreditkarte suchen und Bonuspunkte sammeln möchten.

Centurion Card: Die exklusive schwarze Amex

Die Centurion Card, auch als schwarze American Express bekannt, ist eine exklusive Einladungskarte für vermögende Kunden. Zu den Voraussetzungen zählt unter anderem der Besitz einer Platinum Card. Sie bietet persönliches Lifestyle-Management, Zugang zu über 1.550 Flughafen-Lounges inklusive Centurion Lounges sowie weitere Reisevorteile wie Early-Check-in und Concierge-Service. Die genauen Gebühren sind nicht öffentlich.

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Praxis: Akzeptanz und Kosten im Alltag

American Express wird nicht überall akzeptiert. In vielen kleineren Geschäften, Restaurants oder Online-Shops ist die Karte aufgrund höherer Händlergebühren nicht willkommen. Auch beim Geldabheben und bei Fremdwährungszahlungen fallen höhere Gebühren an als bei Visa oder Mastercard. Zudem können die Jahresgebühren, insbesondere bei Premiumkarten, beträchtlich sein. Daher empfiehlt es sich, vor der Entscheidung zu prüfen, ob die Versicherungen tatsächlich benötigt werden. Gegebenenfalls ist eine günstigere Standardkarte mit separat abgeschlossenen Reiseversicherungen die bessere Wahl.

Easybank als Alternative

Die Easybank, ehemals Barclays, bietet eine gestufte Produktpalette ohne Farbklassifizierung. Ihre Karten sind funktional ausgerichtet: Die Easybank Kreditkarte ist dauerhaft beitragsfrei, die Gold-Variante bietet Reiseversicherungen, und die Platinum-Karte umfassenden Schutz sowie gebührenfreie Fremdwährungszahlungen. Zudem gibt es Co-Branding-Karten wie die Eurowings Kreditkarte Classic und Premium zum Meilensammeln mit Miles & More. Während American Express auf Prestige und Service setzt, punktet Easybank mit Flexibilität und oft niedrigeren Kosten.

Insgesamt zeigen die Unterschiede der Kreditkarten beider Anbieter, dass die Wahl stark von individuellen Bedürfnissen abhängt – ob Reisevorteile, Bonusprogramme oder schlicht niedrige Gebühren im Vordergrund stehen.