Seit 1826 Tagen ist Hagen G. (60) verschwunden – der letzte Vermisste der verheerenden Ahrtal-Flut vom Juli 2021. Während 185 Menschen damals starben und Hunderte zunächst vermisst wurden, ist von Hagen G. bis heute jede Spur verschwunden. Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe sind BILD-Reporter dem Fall nachgegangen und haben mit Nachbarn, Verwandten und der Polizei gesprochen.
Wer ist Hagen G.?
Hagen G. war zum Zeitpunkt der Flut 60 Jahre alt. Er lebte im Ahrtal, einer der am schwersten betroffenen Regionen. Nachbarn beschreiben ihn als zurückgezogen lebenden Mann. Seine Verwandten haben die Hoffnung auf eine Klärung seines Schicksals noch nicht aufgegeben. Die Polizei bestätigt, dass die Ermittlungen zu seinem Verbleib weiterhin laufen, jedoch ohne neue Erkenntnisse.
Warum wurde er nicht für tot erklärt?
Obwohl seit über fünf Jahren keine Spur von Hagen G. existiert, wurde er nicht offiziell für tot erklärt. Laut Polizei müssen dafür bestimmte rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein, die im Fall von Hagen G. noch nicht gegeben sind. Die Behörden halten es für möglich, dass er die Flut überlebt haben könnte und sich bewusst abgesetzt hat. Allerdings gibt es keine Hinweise auf sein Überleben.
Die Suche nach dem Vermissten
Die Suchmaßnahmen nach der Flut waren enorm. Hunderte Einsatzkräfte durchkämmten das Gebiet, Hubschrauber und Drohnen kamen zum Einsatz. Doch Hagen G. blieb unauffindbar. Sein Fall ist in der Geschichte der Katastrophe einzigartig: Von allen Vermissten ist er der einzige, der bis heute nicht gefunden wurde.
BILDplus bietet einen detaillierten Einblick in die Recherchen der Reporter, die das Leben von Hagen G. beleuchten und die Frage nach seinem Verbleib stellen. Die Reportage zeigt, wie die Angehörigen mit der Ungewissheit umgehen und welche Theorien die Ermittler verfolgen.



