Am Frankfurter Flughafen hat sich am Donnerstag ein dramatischer Vorfall ereignet: Das Bugfahrwerk einer Lufthansa-Maschine brach plötzlich zusammen, als die Boeing 787-9 Dreamliner auf einer Parkposition stand. Mehrere Mitarbeiter der Fluggesellschaft wurden dabei verletzt.
Schreckmoment am Gate
Gegen 12.45 Uhr kam es zu dem Zwischenfall, wie ein Sprecher von Lufthansa bestätigte. Die Maschine mit der Flugnummer LH450 war für einen Flug nach Los Angeles vorgesehen, doch zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich lediglich Crew- und Bodenmitarbeiter an Bord. Fluggäste waren noch nicht eingestiegen. Plötzlich klappte das Bugfahrwerk unerwartet ein, und das Flugzeug kippte nach vorne.
Mehrere Verletzte
„Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt“, teilte ein Sprecher der Airline mit. Die genauen Umstände des Vorfalls würden nun gemeinsam mit den zuständigen Stellen untersucht. Techniker und Hilfskräfte seien vor Ort, um die Lage zu bewerten und die Maschine zu sichern.
Ein Video, das in sozialen Medien kursiert, zeigt den Schreckmoment aus nächster Nähe. Zwei Mitarbeiter mit Warnwesten sind zu sehen, die sich direkt neben der Boeing befanden. Sie können sich gerade noch in Sicherheit bringen, als das Flugzeug absackt. Einer von ihnen springt zurück, ein anderer entgeht nur knapp einer geöffneten Klappe, die durch den Aufprall herabfällt.
Ermittlungen laufen
Die Behörden haben die Untersuchung des Vorfalls aufgenommen. Es wird geprüft, ob ein technischer Defekt oder ein Wartungsfehler die Ursache war. Der Flughafen Frankfurt betonte, dass die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter oberste Priorität habe. Der betroffene Gate-Bereich wurde vorübergehend gesperrt, und der Flug LH450 nach Los Angeles wurde gestrichen. Die verletzten Mitarbeiter werden in umliegenden Krankenhäusern behandelt; über den Schweregrad ihrer Verletzungen liegen noch keine detaillierten Informationen vor.
Lufthansa zeigte sich bestürzt über den Vorfall und versprach volle Aufklärung. „Wir tun alles, um die Ursache zu finden und solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden“, so der Sprecher. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit am Boden auf, die in der Luftfahrtbranche oft weniger Beachtung findet als die Sicherheit in der Luft.



