22 verwahrloste Katzen aus verdreckter Wohnung gerettet – Halterin festgenommen
22 verwahrloste Katzen gerettet – Halterin in Handschellen

Das Veterinäramt im Rhein-Pfalz-Kreis hat 22 Katzen aus einer völlig verdreckten Wohnung gerettet. Die Tiere zeigten deutliche Anzeichen einer Verwahrlosung, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Besonders kritisch sei die Lage für eine Katze und ihre fünf Jungen gewesen: Die Mutter und die Kätzchen waren zusammen in einer Transportbox eingepfercht – ebenfalls ohne Futter und Wasser. Alle Tiere wurden daraufhin in Tierheime gebracht und tierärztlich versorgt.

Halterin leistete Widerstand

Die Halterin der Katzen soll uneinsichtig gewesen sein. Sie versuchte den Angaben nach, die Maßnahmen zu blockieren, und leistete physischen Widerstand. Die Polizisten, die die angekündigte Kontrolle begleiteten, legten ihr deshalb Handschellen an. Die Frau muss nun die Kosten für die Wegnahme und die Unterbringung der Tiere bezahlen. Außerdem müsse sie sich auf ein Halteverbot und eine Strafanzeige einstellen.

Anonymer Hinweis führte zu Kontrollen

Das Veterinäramt hatte laut der Mitteilung zuvor einen anonymen Hinweis bekommen und dann mehrfach bei Kontrollen versucht, die Katzen zu begutachten – vergeblich. Bei der letzten Kontrolle Mitte Juli sorgten dann die Sommerhitze und der starke Geruch von Katzenurin dafür, dass die Behörden sich zwangsweise Zutritt zur Wohnung verschafften. Der Gestank hatte bereits die Nachbarn alarmiert.

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In Deutschland leben laut Tierschutzbund etwa 15,7 Millionen Katzen in Haushalten. Der Verband empfiehlt, die Tiere in den meisten Fällen mit Artgenossen zu halten. Katzen seien demnach sozialere Tiere, als viele denken. Zur artgerechten Haltung gehört zudem ein separates Katzenklo – Katzen möchten beim Verrichten ihres Geschäfts ungestört bleiben und sich sicher fühlen.

Die beschlagnahmten Katzen werden nun in verschiedenen Tierheimen medizinisch versorgt und auf ihre Vermittlung vorbereitet. Die Behörden prüfen derzeit, ob die Halterin auch in der Vergangenheit bereits durch Vernachlässigung von Tieren aufgefallen ist. Die genauen Kosten für die Rettungsaktion und die Unterbringung stehen noch nicht fest, dürften aber im vierstelligen Bereich liegen.

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