Peter Maffay setzt bei Konzert in Regensburg Zeichen gegen Hass
Maffay setzt bei Konzert in Regensburg Zeichen gegen Hass

Rocklegende Peter Maffay (76) hat bei seinem Auftritt auf den Regensburger Schlossfestspielen ein unmissverständliches Zeichen gegen Hass und Extremismus gesetzt. Die Ansprache erfolgte ausgerechnet vor den Augen von Schlossherrin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis (66), die in der ersten Reihe saß.

Maffay betont Werte des Grundgesetzes

Noch vor dem eigentlichen Konzert richtete sich der Musiker mit einer persönlichen Botschaft an das Publikum. Er wolle sich bewusst zu dem besonderen Ort äußern, der „so schön“ sei, aber auch „belastet durch einige Äußerungen und Positionierungen, Haltungen, die wir nicht teilen“. Für diese Worte erhielt er kräftigen Applaus.

Maffay bekannte sich ausdrücklich zu den Werten der Demokratie: „Wir respektieren die demokratischen Spielregeln. Wir respektieren unser Grundgesetz, vor allem den Artikel 1, in dem es heißt: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diese Würde gelte unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit.

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Klare Absage an Extremismus

Besonders deutlich wurde Maffay bei seiner Haltung gegenüber Extremismus: „Radikale, rassistische, menschenverachtende Positionen lehnen wir ab. Egal, woher sie kommen, von rechts, von links oder aus der Mitte.“ Nur eine Form von Radikalität wolle er akzeptieren: „Der Versuch, auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt friedlich und ohne Hass miteinander umzugehen.“

Mit den Worten „Das war's! Und jetzt wünsche ich uns allen viel Spaß – hoffentlich auf einem gemeinsamen Nenner“ beendete der Sänger seine Ansprache. Danach begann das Konzert.

Gloria von Thurn und Taxis in der Kritik

Die Worte waren auch deshalb bemerkenswert, weil Gloria von Thurn und Taxis in der ersten Reihe saß. Die Unternehmerin steht wegen ihrer politischen Kontakte seit Jahren immer wieder in der Kritik. Besonders für Aufsehen sorgten die Schlossfestspiele 2025, als die Fürstin AfD-Chefin Alice Weidel (47) privat zu einem Konzert von Vicky Leandros eingeladen hatte. Die Sängerin machte anschließend öffentlich deutlich, dass Weidel bei ihrem Auftritt „nicht willkommen“ sei. Von Thurn und Taxis sagte damals, sie kenne Weidel persönlich. Die Einladung sei privat erfolgt. Vorwürfe, sie stehe Rechtsextremen nahe, weist die Fürstin zurück.

Besonderer Abschluss der „Love Places“-Tour

Für Peter Maffay war der Abend zugleich ein besonderer Abschluss. Mit dem Auftritt in Regensburg beendete der Musiker seine „Love Places“-Sommer-Open-Air-Reihe. 2027 geht er gemeinsam mit Johannes Oerding (44) auf Tour.

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