In Zeiten, in denen jedes Steuerschlupfloch schamlos genutzt wird, wäre auch die von Jens Spahn genutzte Leihmutterschaft durchgegangen, wäre da nicht die Doppelmoral auf seiner Seite gewesen. Insofern verdient er kein Mitleid.
Gesamtgesellschaftliche ethische Bilanz
Doch gesamtgesellschaftlich sieht die ethische Bilanz anders aus. Christdemokraten sehen in Leihmutterschaft einen Verstoß gegen die christliche Ethik. Der moralische Furor, der nun gegen Spahn entbrannt ist, offenbart ein Ungleichgewicht: Während die Leihmutterschaft eines einzelnen Politikers heftig kritisiert wird, bleiben weitreichendere ethische Fragen, wie der Klimawandel, oft unbeachtet.
Der Leser bemängelt, dass die Union in der Klimapolitik nicht die gleiche moralische Entschlossenheit zeige. Während die Nutzung einer Leihmutter als Verstoß gegen die christliche Ethik gewertet wird, würden die Folgen des Klimawandels für künftige Generationen vernachlässigt. Dies sei ein Zeichen von Doppelmoral.
Klimawandel als ethische Herausforderung
Der Klimawandel betreffe nicht nur einen einzelnen Menschen, sondern die gesamte Menschheit und zukünftige Generationen. Die christliche Ethik fordere hier ein ebenso klares Eintreten wie bei der Leihmutterschaft. Der Leser appelliert an die Christdemokraten, ihre moralischen Maßstäbe zu überdenken und sich konsequent für den Klimaschutz einzusetzen.



