Paraguays Senatorin legt nach: Schadenfreude über Mbappés WM-Aus
Paraguays Senatorin: Schadenfreude über Mbappés WM-Aus

Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla hat nach ihren rassistischen Beleidigungen gegen Fußballstar Kylian Mbappé verbal nachgelegt und Schadenfreude über das WM-Aus der Franzosen geäußert. Nach dem Ausscheiden der Équipe Tricolore im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien (0:2) zeigte sich die Politikerin im paraguayischen Senat demonstrativ in den Farben Spaniens und erklärte: „Wie viele andere freue ich mich für Spanien, das Mutterland. Deshalb die Farben als Hommage. (...) Mbappé hat nun sein Karma abbekommen. Das paraguayische Karma, nicht nur meines“, zitierte die Zeitung „Hoy“ die Politikerin.

Schadenfreude nach Frankreichs Niederlage

Zuvor hatte sich Amarilla bereits auf ihren Social-Media-Kanälen mit schadenfreudigen Memes über das französische Scheitern gegen die Iberer lustig gemacht. Die Senatorin hatte einen Tag nach Paraguays WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich (4. Juli) den französischen Stürmer unter anderem als einen „kolonisierten Kameruner“ bezeichnet, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“ sei. Anlass war, dass Mbappé Paraguays Nationaltorwart Orlando Gill einen Handschlag verweigert hatte.

Keine Reue für rassistische Beleidigungen

Auf die Äußerungen reagierte Mbappé später öffentlich. Amarilla sagte nun auf die Frage, ob sie mit einer Reaktion des Fußballers gerechnet habe: „Wer kommt denn schon auf die Idee, dass Mbappé Dir antworten wird? Nein, nichts, ich habe das nur aus Spaß gepostet.“ Dass ihre rassistischen Ausfälle in Frankreich zu strafrechtlichen Konsequenzen führen könnten, fürchtet die Senatorin nicht. „Ich nehme an, dass es in Vergessenheit geraten ist. Ich weiß nicht, ob die Staatsanwaltschaft ihren eigenen Zeitplan hat oder ob ich benachrichtigt werde, aber für mich ist es vorbei“, zitierte „Hoy“ sie weiter.

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Publizistischer Erfolg statt Reue

Den Wirbel um ihre Äußerungen bezeichnete sie stattdessen als publizistischen Erfolg. „Mehr Popularität als die, die mir dadurch zuteilwurde, kann ich nicht verlangen.“ Frankreichs Fußballverband hatte nach den verbalen Ausfällen der Politikerin Anzeige erstattet. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein.

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