Queerbeauftragter kontert Sex-Ängste der CDU: Kaulsdorfer Seen nicht Sodom
Queerbeauftragter kontert Sex-Ängste der CDU: Kaulsdorfer Seen

Kontroverse um Flugblattaktion an Kaulsdorfer Seen

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hat mit einer Flugblattaktion zur „Situation an den Kaulsdorfer Seen“ für Empörung gesorgt. Die Wahlkreisabgeordnete für Kaulsdorf und Mahlsdorf ließ die Flugblätter in den angrenzenden Wohngebieten verteilen. Darin wird die sogenannte „Cruising Area“ an den Seen kritisiert, ein Bereich, der von homosexuellen Männern für anonyme sexuelle Kontakte genutzt wird.

Protest aus queerer Community und Lokalpolitik

Der Queerbeauftragte des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Jörg Steinert, reagierte scharf auf die Aktion. Er erklärte: „Die Kaulsdorfer Seen sind nicht Sodom und Gomorrha. Hier wird mit Ängsten gespielt, die völlig unbegründet sind.“ Auch aus der Lokalpolitik hagelt es Kritik. Die Grünen im Bezirk fordern eine sachliche Debatte und lehnen eine Stigmatisierung von queeren Menschen ab.

Die Flugblätter der CDU-Politikerin hatten unter anderem auf angebliche Belästigungen von Anwohnern hingewiesen. Die queere Community sieht darin eine gezielte Stimmungsmache gegen sexuelle Minderheiten. Steinert betonte, dass die Nutzung der Seen durch verschiedene Gruppen seit Jahren friedlich koexistiere.

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Die Bildungssenatorin selbst verteidigte ihr Vorgehen. Sie wolle die Sorgen der Anwohner ernst nehmen und für mehr Sicherheit sorgen. Kritiker werfen ihr hingegen vor, mit populistischen Methoden zu arbeiten und die queere Community zu diskriminieren. Die Debatte um die Kaulsdorfer Seen zeigt erneut die Spannungen zwischen konservativen Kräften und der LGBTQ+-Szene in Berlin.

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