DLRG: Sechs Badetote im Juni in Berlin – fast alle Opfer sind Männer
Sechs Badetote im Juni in Berlin – fast alle männlich

Im Juni 2026 sind in Berlin sechs Menschen ertrunken – doppelt so viele wie im gleichen Monat des Vorjahres. Laut DLRG-Landesverband Berlin starben die Opfer im Schlachtensee, an der Krummen Lanke, im Urbanhafen, in der Spree, in der Dahme sowie im Kanal am Nordufer. Fünf der sechs Todesopfer waren Männer, vier davon im jugendlichen Alter. Ein Mann war 89 Jahre alt, das Alter der einzigen weiblichen Toten war nicht bekannt. Im Juni 2025 hatte es drei Badetote in Berlin gegeben.

Vor allem junge Männer unter den Todesopfern

Bundesweit zählte die DLRG im Juni 99 Ertrunkene, so viele wie seit 2003 nicht mehr. Damals ertranken 107 Menschen. Rund 90 Prozent der Todesopfer waren männlich. 40 der Ertrunkenen waren jünger als 30 Jahre, 35 älter als 50 Jahre. Allerdings war nicht in allen Fällen das Alter bekannt.

DLRG-Präsidentin Ute Vogt mahnte zur Vorsicht: „Wir appellieren (...) besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren.“

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Viele überschätzen ihre Fähigkeiten

Viele Menschen unterschätzen Gefahren, vor allem bei Strömungen und Temperaturunterschieden, so die DLRG. Außerdem könnten viele nicht ausreichend gut schwimmen oder überschätzten ihre Fähigkeiten. Ein weiterer Faktor seien Sprünge ins flache und trübe Wasser sowie medizinische Notfälle.

Die DLRG empfiehlt unter anderem, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen, nicht überhitzt hineinzuspringen und nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss schwimmen zu gehen. Kinder müssen immer beaufsichtigt werden.

In Berlin betreibt die DLRG 26 Stationen an der Ober- und Unterhavel und am Müggelsee. Sie sind von Mai bis Oktober an den Wochenenden und an Berliner Feiertagen von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt. Alle Rettungsschwimmer sind ehrenamtlich tätig.

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