Show-Apache Wolfgang Kring: „Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen“
Show-Apache Kring: „Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen“

Seit über 40 Jahren ist Wolfgang Kring als Show-Apache unterwegs und begeistert mit seinen Pferde-Stunts. Der Wilde Westen liegt für ihn an der Mecklenburgischen Seenplatte – zumindest wenn der 68-Jährige seine Bühnenshows aufführt. In diesem Jahr feiert sein Stück „Feuerpferd“ am 25. Juli Premiere auf der Naturbühne in Neu Damerow, dem ehemaligen Hof seiner Großeltern.

Alter spielt keine Rolle für den Stuntreiter

Wolfgang Kring spricht nicht gern über sein genaues Alter. „Ich bin ja schon über 30 jetzt“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich ist er deutlich älter, doch das hindert ihn nicht daran, weiterhin mit Federschmuck und Cowboyhut aufzutreten. „Das Pferd muss funktionieren“, betont Kring. Besonders bei schwierigen Stunts wie dem Rückwärtssitzen sei das Tier gefordert: „Da kann man kaum Hilfen geben. Das Pferd muss selbst den Absprung finden und nicht rechts oder links abbiegen.“

Von der DDR-Einstufung zur großen Show

Zu DDR-Zeiten erhielt Kring die offizielle Einstufung als „Amateur im künstlerischen Volksschaffen“. Dafür musste er sein Können vor einer Kommission präsentieren. Heute tourt er deutschlandweit – erst vor wenigen Wochen war er in Hessen. „Acht Stunden gefahren, 600 Kilometer. Aber man kann ja mit Pferd auch nicht so schnell, da waren 14 Baustellen auf dieser Strecke“, erzählt er.

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„Feuerpferd“ – Highlight mit brennendem Reifen

Zum 34. Mal führt Kring in Neu Damerow ein Bühnenstück auf. In „Feuerpferd“ sind mehr als 30 Darsteller beteiligt, darunter amerikanische Ureinwohner, Cowboys, Soldaten und ein Saloon. Das besondere Highlight: Sein Pferd Wilde Hilde springt allein durch einen Feuerkreis, auf dem Rücken ein Geweih mit brennenden Fackeln. Dann dreht es um und springt erneut hindurch. „Eigentlich hätte ich Ritter werden müssen“, sagt Kring und verweist auf eine alte Burg in seinem Geburtsort. „Dann habe ich aber ein paar Bücher in die Hand bekommen, die haben mich so fasziniert.“ Besonders beeindruckt ihn die Härte und Naturverbundenheit der nordamerikanischen Ureinwohner.

Weitere Vorstellungen im Sommer

Nach der Premiere am 25. Juli sind weitere Shows am 26. Juli sowie an den ersten beiden Augustwochenenden geplant. Die Naturbühne in Neu Damerow bietet Platz für rund 500 Zuschauer. Kring freut sich auf die Saison: „Es wird wieder feurig – im wahrsten Sinne des Wortes.“

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