Swingerclub-Betreiber über 35 Jahre „Quicky“: „Gruppensex ist für Fortgeschrittene“
Swingerclub-Betreiber: „Gruppensex ist für Fortgeschrittene“

Peter Gies betreibt seit 35 Jahren das „Quicky“ in Weinheim, einen der ältesten Swingerclubs Deutschlands. An guten Abenden zählt der Club bis zu 300 Besucher. Im Interview mit dem Tagesspiegel räumt er mit gängigen Klischees auf und spricht über die Entwicklung der Szene.

Klischees und Realität

Viele Menschen verbinden Swingerclubs mit schmuddeligen Räumen, abgegriffenen Bademänteln und älteren Gästen. Gies widerspricht: „Ein gut geführter Swingerclub muss sauber sein. Wir wollen ja, dass die Menschen sich wohlfühlen – besonders, wenn sie nackt sind.“ Auf den Spielwiesen des „Quicky“ werden wasserabweisende, abwischbare Laken verwendet, und Personal sorgt den ganzen Abend für Sauberkeit.

Gruppensex ist nicht für Anfänger

Gies betont, dass Gruppensex und Orgien nicht der Einstieg in die Swinger-Szene sind. „Gruppensex und Orgien sind wirklich etwas für Fortgeschrittene“, sagt er. Viele Neulinge beginnen mit Paarspielen oder dem Austausch von Partnern. Der Club bietet verschiedene Bereiche für unterschiedliche Erfahrungsstufen.

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Veränderungen in 35 Jahren

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Szene verändert. Früher war der Besuch eines Swingerclubs ein Tabuthema, heute ist die Offenheit größer. Auch das Durchschnittsalter der Gäste ist gesunken. Immer mehr jüngere Paare entdecken das Angebot. „Die Leute sind heute aufgeklärter und neugieriger“, so Gies. Dennoch bleibe Diskretion oberstes Gebot.

Alltag im Swingerclub

Das „Quicky“ öffnet an ausgewählten Abenden. Neben Spielbereichen gibt es eine Bar und Ruheräume. Der Eintritt kostet für Paare rund 70 Euro. Ein festes Regelwerk sorgt für Respekt und Sicherheit. „Jeder Gast muss die Regeln akzeptieren, sonst fliegt er raus“, erklärt Gies. Dazu gehören klare Kommunikation und das Recht, jederzeit „Nein“ zu sagen.

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