Segelboot treibt vor Symi ab: Alle acht deutschen Touristen gerettet
Symi: Acht deutsche Segler nach Abtreiben gerettet

Die griechische Küstenwache hat vor der Insel Symi in der südlichen Ägäis eine großangelegte Suchaktion durchgeführt, nachdem acht deutsche Segler von ihrem abgetriebenen Boot abgeschnitten worden waren. Wie der griechische Sender ERTNews berichtet, konnten am Ende alle vier Männer und vier Frauen wohlbehalten gerettet werden.

Starker Wind treibt Segelboot unbemerkt davon

Die Gruppe war am frühen Sonntagabend von ihrem Segelboot aus zum Schwimmen ins Meer gegangen. Während die Deutschen im Wasser waren, frischte der Wind nach Angaben von ERTNews stark auf. Das ungesicherte Boot trieb daraufhin ab und entfernte sich von den Schwimmern. Die acht Urlauber versuchten zunächst, zurück an Bord zu gelangen, doch der Abstand wurde zu groß. Ihnen blieb nur die Möglichkeit, das rettende Ufer der Insel Symi zu erreichen.

Ein Mann und eine Frau schafften es als erste, an Land zu kommen. Sie alarmierten die griechischen Behörden und berichteten von den sechs weiteren Personen, die sich noch im Wasser befanden. Die Küstenwache leitete umgehend eine Suchaktion ein. Die Aussicht, die Vermissten bei einbrechender Dunkelheit zu finden, schien zunächst ungewiss.

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Zwei Boote und ein Hubschrauber im Einsatz

Umgehend wurden zwei Patrouillenboote und ein Hubschrauber der Küstenwache eingesetzt. Die Rettungskräfte durchkämmten die Gewässer rund um Symi sowie die Küstenlinie. Auch zivile Boote beteiligten sich nach behördlichen Angaben an der Suche. Während der mehrstündigen Aktion gelang es einer weiteren Frau, sich selbst an Land zu retten. Sie wurde von den Einsatzkräften am späten Abend aufgenommen.

Die Suche konzentrierte sich zunächst auf die Küstenabschnitte, die vom Boot aus in Schwimmreichweite lagen. Die Luftüberwachung mit dem Hubschrauber half dabei, auch schwer zugängliche Felsbuchten abzusuchen. Erst nach Mitternacht gab es weitere Erfolge: Vier der Vermissten wurden an verschiedenen Küstenabschnitten entdeckt, wo sie das Land erreicht hatten. Der letzte Vermisste wurde auf dem Meer von einem Boot aufgegriffen, das sich an der Suche beteiligte.

Alle acht Touristen sind wohlauf

Wie ERTNews unter Berufung auf die griechische Küstenwache berichtet, waren alle Geretteten in gutem gesundheitlichen Zustand. Ein Arzt musste nicht hinzugezogen werden. Die Gruppe wurde anschließend nach Symi gebracht und konnte ihren Urlaub fortsetzen. Der Vorfall endete damit glimpflich, auch wenn die Situation über Stunden angespannt blieb.

Symi ist eine kleine Insel der Dodekanes-Gruppe in der Nähe der türkischen Küste. Sie ist ein beliebtes Ziel für Segeltouristen, aber das Wetter in der Ägäis ist berüchtigt für plötzliche Windstöße, sogenannte Meltemi-Winde. Diese können in den Sommermonaten vor allem am Nachmittag und Abend auffrischen. Für Schwimmer und Segler bedeutet das: Wer sich vom Boot entfernt, sollte das Boot stets mit einem Anker sichern oder eine Verbindung zur Küste aufrechterhalten.

Küstenwache warnt vor ungesicherten Badestopps

Nach dem Vorfall wiesen die griechischen Behörden erneut auf die Risiken von Badestopps ohne ausreichende Sicherung des Bootes hin. Empfohlen wird, bei aufkommendem Wind sofort an Bord zurückzukehren und das Boot mit einem Anker zu sichern. Im konkreten Fall half die schnelle Alarmierung durch die beiden Erstretter, den Suchradius einzugrenzen und alle Vermissten rechtzeitig zu finden. Auch die Schwimmfähigkeit der Gruppe spielte eine entscheidende Rolle, da mehrere Personen über weite Distanzen selbst das Ufer erreichten.

Die Rettungsaktion vor Symi war damit ein weiteres Beispiel für die Effizienz der griechischen Seenotrettung. Die Küstenwache ist in der Region regelmäßig im Einsatz, um Touristen und Einheimische aus gefährlichen Lagen zu befreien. Dass alle acht Deutschen das Unglück ohne Verletzungen überstanden, werteten die Beteiligten als großes Glück. Für die Ermittler bleibt jedoch die Frage, wie genau das Boot abtreiben konnte, ohne dass die Gruppe es bemerkte – eine Lehre, die viele Segler aus diesem Vorfall ziehen dürften.

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