Nach Rassismus-Vorwürfen: Van der Vaart rudert zurück
Rafael van der Vaart (43) hat sich nach seinem umstrittenen Spruch über die japanische Nationalmannschaft bei der WM 2026 entschuldigt. Der ehemalige niederländische Nationalspieler und Vize-Weltmeister von 2010 sorgte während des WM-Auftaktspiels der Niederlande gegen Japan (2:2) als TV-Experte für Aufregung.
Der Vorfall im Detail
Bei der Analyse des Abwehrverhaltens von Oranje-Verteidiger van de Veen bemerkte van der Vaart, dass dieser seinen Gegenspieler „komplett aus den Augen“ verloren habe. Dann fügte er hinzu: „Sie sehen sich natürlich alle ähnlich, vielleicht dachte er das.“ Diese Aussage bezog sich auf die japanischen Spieler und löste sofort Kritik aus.
Van der Vaart versuchte zunächst, die Bemerkung als Witz zu relativieren: „Das ist natürlich ein Witz. Ich traue mich gar nicht, etwas zu sagen.“ Doch die Entrüstung war groß.
Entschuldigung und Reue
Nun hat van der Vaart über sein Management eine Stellungnahme veröffentlicht, die vom Portal „The Athletic“ zitiert wird. Darin heißt es: „Es war niemals seine Absicht, jemanden zu beleidigen, zu verletzen oder zu diskriminieren.“ Van der Vaart lehne Rassismus in jeder Form ab und habe „Respekt vor Menschen jeder Herkunft und jedes Hintergrunds“.
Weiter erklärte er: „Ich verstehe, dass einige Leute meine Aussagen verletzend fanden. Das bedauere ich zutiefst. Wenn ich damit Menschen enttäuscht habe, biete ich meine Entschuldigung an.“
Kritik von Anti-Diskriminierungsorganisationen
Die britische Anti-Diskriminierungs-Organisation „Kick It Out“ reagierte scharf auf die Äußerungen. Gegenüber „The Athletic“ erklärte die Organisation: „Es ist zutiefst enttäuschend zu hören, wie ehemalige Spieler rassistische Stereotype über die japanische Mannschaft verbreiten und dann noch nachlegen, indem sie versuchen, die Kommentare als Witz zu verteidigen.“
Van der Vaart arbeitet bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko als TV-Experte für den niederländischen Sender NOS. Der Ex-Profi von Ajax, Tottenham, Real Madrid und dem HSV muss sich nun den Konsequenzen seiner unbedachten Äußerungen stellen.



