Im US-Bundesstaat Michigan sind erstmals zwei Menschen im Zusammenhang mit der aktuellen Cyclosporiasis-Welle gestorben. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates bestätigte, dass beide Personen erhebliche Vorerkrankungen hatten, die durch die Infektion und Dehydration verschlimmert worden sein könnten. Die Behörde betonte jedoch, dass Cyclosporiasis-Infektionen im Allgemeinen nicht lebensbedrohlich seien und Todesfälle in den USA selten vorkämen.
6707 bestätigte Infektionen seit Mai
Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldete zwischen Anfang Mai und Ende Juli 6707 bestätigte Cyclosporiasis-Infektionen. 423 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Nahezu alle Bundesstaaten haben Fälle gemeldet. Die Ursache des Ausbruchs ist weiterhin unklar, doch die Lebensmittelbehörde FDA verdächtigt geschnittenen Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko.
Eine Probe des Unternehmens Taylor Farms wurde zunächst positiv auf den Parasiten Cyclospora getestet, später jedoch als "falsch positiv" eingestuft. Die FDA entschuldigte sich dafür, wie Taylor Farms mitteilte. Dennoch deuteten Rückverfolgungsuntersuchungen der FDA weiterhin auf den geschnittenen Eisbergsalat des Unternehmens als Verursacher hin, schrieb die Behörde Mitte Juli.
Parasit wird über verunreinigte Lebensmittel übertragen
Der Parasit Cyclospora wird laut CDC in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Er befällt den Dünndarm und verursacht wässrigen Durchfall mit häufigem, teils heftigem Stuhlgang. Ausbrüche treten typischerweise im Sommer auf.
Die FDA will die Ermittlungen fortsetzen und sicherstellen, dass betroffene Produkte vom Markt genommen werden. Die Behörden raten, Obst und Gemüse gründlich zu waschen und auf Hygiene zu achten, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.



