Bas Kast: Vom Weingenuss zur Abstinenz – „Ich war zu unkritisch“
Bas Kast: Kehrtwende beim Alkohol – „Ich war zu unkritisch“

Bestsellerautor Bas Kast hat eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. War er früher dem abendlichen Glas Wein zugetan, ist Alkohol heute für ihn tabu. In seinem neuen Buch „Warum ich keinen Alkohol mehr trinke“ (C. Bertelsmann Verlag) und im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt der 53-Jährige, warum er seine frühere Haltung als zu unkritisch ansieht.

Früher: Genuss ohne Reue?

Kast, bekannt durch seinen Bestseller „Der Ernährungskompass“, war lange Zeit ein Genuss-Trinker. „Ich habe nie viel getrunken, aber regelmäßig ein Glas Wein am Abend“, sagte er. In seinem ersten Buch scherzte er sogar, dass kompletter Alkoholverzicht gesundheitsschädlich sein könnte. Heute bereut er diese Aussage. „Ich war zu unkritisch“, gesteht Kast. „Die Risiken des Alkohols werden in der Gesellschaft oft verharmlost.“

Heute: Verzicht aus Überzeugung

Der Sinneswandel kam schleichend. Kast begann, sich intensiver mit Studien zu Alkohol und Gesundheit zu beschäftigen. „Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Krebsrisiko und schädigen das Gehirn“, erklärt er. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz des Alkohols sieht er kritisch. „Es ist normal, abends ein Glas zu trinken – aber kaum jemand spricht über die Suchtgefahr.“ Er verweist auf Prominente wie Schlagerstar Ben Zucker, die offen mit ihrer Alkoholsucht umgehen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neue Warnung: Der größere Killer

Kast warnt in seinem neuen Buch nicht nur vor Alkohol, sondern auch vor einem noch größeren „Killer“ in der Ernährung: Zucker. „Zucker ist allgegenwärtig und wird oft unterschätzt“, so der Ernährungsexperte. „Er kann zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.“ Sein Ratschlag: „Wer etwas für seine Gesundheit tun will, sollte nicht nur auf Alkohol verzichten, sondern generell auf stark verarbeitete Lebensmittel.“

Kritik an Influencern

Kast übt auch deutliche Kritik an Influencern, die fragwürdige Gesundheitstipps verbreiten. „Viele haben keine Ahnung von Ernährungswissenschaft, aber verkaufen ihre Produkte als Wundermittel“, sagt er. „Ich rate zur Vorsicht: Nicht alles, was im Internet steht, ist seriös.“ Stattdessen empfiehlt er, auf evidenzbasierte Informationen zu setzen – wie sie auch in seinen Büchern zu finden sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration