Bill Kaulitz hat einen Rechtsstreit gegen den Berliner AfD-Politiker Julian Adrat gewonnen. Das Landgericht Hamburg erließ auf Antrag des Musikers eine einstweilige Verfügung, die es Adrat untersagt, bestimmte diffamierende Aussagen über Kaulitz zu verbreiten oder zu wiederholen. Der Fall wurde in der neuesten Folge des Podcasts „Kaulitz Hills“ thematisiert, den Bill gemeinsam mit seinem Bruder Tom moderiert.
Auslöser waren mehrere Beiträge auf der Plattform X, die Adrat im März 2026 veröffentlichte. Darin bezeichnete er eine Haarpflegewerbung des Musikers als „zivilisatorischen Totalschaden“ und als Folge des Feminismus. In einem weiteren Beitrag griff er Kaulitz persönlich an und machte abfällige Bemerkungen über dessen Homosexualität. Das Gericht bewertete diese Äußerung als unzulässig und sprach von einer „massiven Abwertung“, die auf Kaulitz‘ sexuelle Orientierung abziele und ihn gezielt diffamiere.
Zuvor war Adrat aufgefordert worden, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterschreiben, was er ablehnte. Daraufhin zogen Kaulitz‘ Anwälte vor Gericht und erwirkten die einstweilige Verfügung. Bei einem Verstoß gegen die Verfügung droht dem Politiker ein Ordnungsgeld. Der ursprüngliche Post wurde inzwischen gelöscht.
Im Podcast zeigte sich Bill Kaulitz gelassen, betonte aber, dass er sich bewusst für das juristische Vorgehen entschieden habe. „Wenn ihr so was postet, dann bekommt ihr öfters Post von mir“, sagte er. Mit dem Verfahren wolle er ein Zeichen setzen, dass homofeindliche Angriffe nicht folgenlos bleiben. Die Kaulitz-Brüder positionieren sich bereits seit längerem gegen die AfD und riefen vor der letzten Bundestagswahl ihre Fans zur Stimmabgabe gegen den Rechtsruck auf.
Im Dezember steht für die Brüder ein besonderes TV-Event an: Sie werden die Moderation von „Wetten, dass..?“ im ZDF übernehmen.



