Essenszeitfenster unter neun Stunden könnte Demenzrisiko senken
Essenszeitfenster unter 9 Stunden senkt Demenzrisiko

Ein Forschungsteam der Rutgers University in New Jersey hat herausgefunden, dass eine zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme von weniger als neun Stunden pro Tag nicht nur beim Abnehmen hilft, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit älterer Frauen schützen könnte. Die vorläufigen Ergebnisse wurden auf der diesjährigen Konferenz der American Society for Nutrition in Washington D.C. präsentiert.

Die Studie im Detail

An der Untersuchung nahmen 47 übergewichtige oder adipöse Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren teil. Alle Teilnehmerinnen wurden angewiesen, ihre tägliche Kalorienzufuhr um 500 Kalorien zu reduzieren. Eine Gruppe von 26 Frauen beschränkte ihre Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von weniger als neun Stunden pro Tag, typischerweise zwischen 10 und 18 Uhr. Im Durchschnitt betrug ihr Essensfenster 8,2 Stunden. Die übrigen 21 Teilnehmerinnen behielten ihr gewohntes Essverhalten mit einem durchschnittlichen Zeitfenster von 12,3 Stunden bei.

Ergebnisse nach sechs Monaten

Nach sechs Monaten hatten beide Gruppen im Durchschnitt etwa sieben Kilogramm abgenommen. Allerdings zeigten die Frauen in der Gruppe mit der zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme signifikant bessere Ergebnisse in Tests zur räumlichen Planung und Problemlösung. Zudem machten sie tendenziell weniger Fehler in Gedächtnis- und Lerntests. Bei Tests zu Multitasking oder der Reaktionszeit fanden die Forscher keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Gruppen.

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„Schon eine Gewichtsabnahme allein kann einen Teil des altersbedingten kognitiven Abbaus verhindern“, wird die Ernährungswissenschaftlerin Sue Shapses in einer Mitteilung der Universität zitiert. „Diese Daten legen nahe, dass es zusätzliche Vorteile geben könnte, wenn man vier Stunden vor dem Schlafengehen aufhört zu essen und die Nahrungsaufnahme auf acht bis neun Stunden pro Tag reduziert.“

Mögliche Mechanismen und Ausblick

Die Forschergruppe betont, dass die Ergebnisse noch mit einer größeren Teilnehmerzahl bestätigt werden müssen. Zudem planen sie, die zugrunde liegenden Mechanismen zu untersuchen. Denkbar seien Wechselwirkungen zwischen dem zirkadianen Rhythmus, der Nährstofferkennung, Entzündungsprozessen und der Stoffwechselgesundheit. Die Studie liefert erste konkrete Hinweise darauf, dass nicht nur die Kalorienmenge, sondern auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme eine Rolle für die Gehirngesundheit im Alter spielen könnte.

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