Die Funke Mediengruppe berichtet über Heilwasser, das als natürliche Hilfe bei Osteoporose und anderen Beschwerden angepriesen wird. Doch wie wirksam ist das mineralstoffreiche Wasser tatsächlich? Von Florian Peters, 10.06.2026, 16:50 Uhr.
Was unterscheidet Heilwasser von Mineralwasser?
Heilwasser ist ein Arzneimittel und unterscheidet sich grundlegend von Mineralwasser oder Leitungswasser, die als Lebensmittel gelten. Während Mineralwasser und Leitungswasser keine gesundheitlichen Wirkungen versprechen dürfen, ist Heilwasser speziell für seine heilenden Eigenschaften zugelassen. Es wird in Apotheken, aber auch in Getränkemärkten und Supermärkten angeboten. Ein kleiner Aufdruck auf dem Etikett weist darauf hin, dass es sich um ein Arzneimittel handelt.
Kann Heilwasser wirklich gegen Osteoporose helfen?
Hersteller werben mit großen Versprechen und verweisen auf Studien, die die Wirksamkeit belegen sollen. Experten sind jedoch skeptisch. Zwar enthält Heilwasser Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium, die für die Knochengesundheit wichtig sind, doch die tatsächliche Wirkung bei Osteoporose ist nicht eindeutig nachgewiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, um Osteoporose vorzubeugen.
Experten ordnen ein
Mehrere Experten haben die Heilsversprechen unter die Lupe genommen. Sie betonen, dass Heilwasser kein Wundermittel ist. Es kann zwar als Teil einer gesunden Lebensweise sinnvoll sein, ersetzt aber keine medikamentöse Therapie. Patienten mit Osteoporose sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen, bevor sie auf Heilwasser setzen.
Insgesamt ist Vorsicht geboten: Nicht alle beworbenen Wirkungen sind wissenschaftlich belegt. Verbraucher sollten kritisch prüfen, ob die Versprechen haltbar sind.



