Polizei erschoss mutmaßlichen Angreifer
Der Verdächtige des tödlichen Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) ist am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Nach Angaben der Berliner Polizei griff der – jungen – Mann die Einsatzkräfte mit einer Stichwaffe an, woraufhin Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) von der Schusswaffe Gebrauch machten. Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch die Feuerwehr starb der Tatverdächtige noch am Einsatzort in einer Kleingartenanlage in Spandau.
Der Hergang des Anschlags
Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Veranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Dabei wurde eine – nach Polizeiangaben – Frau getötet, 29 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Ihr Zustand sei inzwischen nicht mehr lebensbedrohlich, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Der Fahrer verließ das Fahrzeug und flüchtete. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, der Mann sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen.
Die Festnahme und der Tod des Täters
„Gegen 18.00 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert werden“, teilte die Polizei mit. Der Mann sei dann mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin kam es zum Schusswaffengebrauch durch das Berliner SEK. „Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort“, so die Polizei.
Radikalisierung und Vorstrafen
Nach Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft hatte sich der Tatverdächtige in den vergangenen Monaten radikalisiert und 2025 mehrfach versucht, sich im Ausland der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen. Im Mai wurde er deshalb zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte gegen dieses Urteil Beschwerde ein. Der Mann war deutscher Staatsbürger libanesischer Herkunft.



