Der österreichische TV-Koch Johann Lafer hat im Gespräch mit BILD-Showchefin Tanja May über seine Krebserkrankung und die Fehler seines Lebens gesprochen. „Ich habe gelernt, dass wir alle nur Gast auf Erden sind“, sagte der 68-Jährige in dem bewegenden Interview. Lafer blickte dabei so persönlich zurück wie selten zuvor.
Krebsdiagnose als Wendepunkt
Lafer, der mit seinen Kochshows Millionen von Zuschauern begeisterte, erhielt die Diagnose Krebs vor einiger Zeit. Seitdem habe sich sein Blick auf das Leben grundlegend verändert. „Man merkt plötzlich, was wirklich zählt“, erklärte er. Der Sternekoch betonte, dass er durch die Krankheit gelernt habe, demütig zu sein und jeden Moment zu schätzen.
Verpasste Familienmomente
Besonders schmerzhaft sei für ihn die Erkenntnis, dass er aufgrund seiner Karriere viele wichtige Familienmomente verpasst habe. „Ich war zu oft unterwegs, habe zu viel gearbeitet“, gestand Lafer. Die Zeit mit seiner Familie sei ihm nun das Wichtigste. Er bereue, nicht öfter bei seinen Lieben gewesen zu sein.
Schwere Schicksalsschläge
Der TV-Koch sprach auch über schwere Schicksalsschläge in seinem Leben, die ihn geprägt haben. Details nannte er im Interview nicht, machte aber deutlich, dass diese Erfahrungen ihn gelehrt hätten, das Leben nicht als selbstverständlich zu betrachten. „Man muss lernen, loszulassen und dankbar zu sein für das, was man hat“, so Lafer.
Fehler des Lebens
Auf die Frage nach den größten Fehlern seines Lebens antwortete Lafer offen: „Ich habe oft zu spät erkannt, was wirklich wichtig ist.“ Er habe zu viel Wert auf Karriere und Erfolg gelegt und dabei die kleinen, kostbaren Momente übersehen. Heute rate er jedem, bewusster zu leben und Prioritäten zu setzen.
Blick nach vorne
Trotz der schweren Diagnose blickt Lafer optimistisch in die Zukunft. Er wolle die verbleibende Zeit nutzen, um das zu tun, was ihm Freude bereite: Kochen und Zeit mit seiner Familie verbringen. „Ich bin dankbar für jeden Tag“, sagte er abschließend.



