Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO ruft Gesundheitsnotstand aus
Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO ruft Gesundheitsnotstand aus

Der Ausbruch einer seltenen Ebola-Variante im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst, den internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Dies soll die Länder zu verstärkter Zusammenarbeit bewegen, um die Ausbreitung der gefährlichen Krankheit einzudämmen.

Ebola beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwäche oder Durchfall. Später können Erbrechen, innere und äußere Blutungen sowie Organversagen auftreten. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwischen zwei Tagen und drei Wochen. Die Sterblichkeitsrate variiert je nach Virusvariante zwischen 25 und 90 Prozent; bei der aktuellen Bundibugyo-Variante liegt sie bei etwa 37 Prozent.

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen, einschließlich Blut, Schweiß und Erbrochenem. Erkrankte sind erst mit Auftreten von Symptomen infektiös, was die Nachverfolgung von Kontaktpersonen erleichtert. Experten halten großflächige Ebola-Pandemien daher für unwahrscheinlich.

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Wichtig sind Isolation von Erkrankten, Schutzkleidung für medizinisches Personal und die Überwachung von Kontaktpersonen. Gegen die häufigere Zaire-Variante gibt es Impfstoffe, jedoch nicht gegen die seltene Bundibugyo-Variante, für die weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Therapie existiert.

Experten sehen eine großflächige Ausbreitung in Europa derzeit als sehr unwahrscheinlich an, warnen aber vor einer weiteren Ausbreitung in Afrika. Der bislang schwerste Ebola-Ausbruch in Westafrika forderte zwischen 2014 und 2016 mehr als 11.000 Todesopfer. Bewaffnete Konflikte in den betroffenen kongolesischen Provinzen erschweren die Arbeit der Helfer erheblich.

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