Oranienburg – Der sechsjährige Livian aus Zühlsdorf bei Oranienburg leidet an einem Neuroblastom, einem bösartigen Tumor des Nervensystems. Die Krankheit ist trotz intensiver Behandlungen nicht mehr aufzuhalten. Seine Eltern haben ihm und seiner Schwester die Wahrheit gesagt: Er wird bald sterben.
Die Diagnose kam nach seinem vierten Geburtstag, als er plötzlich starke Beinschmerzen hatte. In der Charité stellten Ärzte fest, dass sein Körper bereits von Metastasen durchsetzt war. Nach anderthalb Jahren Chemotherapie und Bestrahlung schien der Krebs im März 2025 besiegt, doch nur einen Monat später kehrte er zurück – mit neuen Tumoren im Schädelknochen und Becken.
Eine zehnwöchige Stammzelltherapie mit Zellen des Vaters blieb erfolglos. Der Krebs wurde aggressiver, alte Tumore wurden wieder aktiv, neue wuchsen. Livian ist nun schwach, wird über Tropf und Sonde ernährt, wiegt nur 18 Kilogramm und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Ärzte teilten der Familie mit, dass sie den Krebs medizinisch nicht mehr kontrollieren können.
Sein Vater Sven A. sagt: „Wir lügen unsere Kinder nicht an, deshalb haben wir es ihnen gesagt.“ Livian habe die Nachricht gefasst aufgenommen. Er spricht davon, dass er in den Himmel geht und von dort aus seine Familie beschützen möchte. Die Leiterin seiner Kita startete eine Spendenaktion auf GoFundMe, um der Familie die verbleibende Zeit ohne finanzielle Sorgen zu ermöglichen.
Livian wünscht sich, Ostereier zu bemalen und im August am Senftenberger See zu campen. Spielzeug oder eine Playstation möchte er nicht, denn, so sagt er: „Das kann ich ja doch nicht mit in den Himmel nehmen.“



