Tragödie in Neapel: Zweijähriger stirbt nach Transplantation eines gefrorenen Herzens
Tragödie in Neapel: Zweijähriger stirbt an gefrorenem Herzen

Organ mit Trockeneis gekühlt und transplantiert: Junge (2) starb an „gefrorenem Herz“! Berufsverbot für 2 Ärzte

Patrizia (44) trauert um ihren Sohn Domenico (2). Der Junge bekam ein gefrorenes Herz verpflanzt. Die Geschichte des kleinen Domenicos ging um die ganze Welt: Ein Junge, der an einem gefrorenen Herzen starb, weil Ärzte schreckliche Fehler machten – und nicht dafür geradestehen wollten. Nach dem Tod von Domenico hat ein Gericht vorübergehende Berufsverbote gegen zwei Mediziner verhängt. Der Verdacht: Die Chirurgen sollen im Anschluss an die gescheiterte Transplantation die Dokumente gefälscht haben!

Gegen die beiden Herzchirurgen – einen Mann und eine Frau – wurde wegen Urkundenfälschung ein vorübergehendes Berufsverbot verhängt: Einer der beiden darf für zwölf Monate nicht mehr praktizieren, der andere für sieben Monate. Das Gericht in Neapel ist sich sicher: Die Mediziner haben nach dem Behandlungsfehler die Krankenakte des Kindes manipuliert.

Domenico litt an einer Herzschwäche. Kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr kam der erlösende Anruf: Nach langer Suche wurde endlich ein passendes Organ gefunden. Doch das neue Herz sollte nicht ein einziges Mal in Domenicos Brust schlagen: Auf dem Transport aus Bozen in Südtirol nach Neapel wurde das Herz mit Trockeneis gekühlt, statt wie üblich mit herkömmlichem Eis. Spenderorgane müssen bei knapp über 0 Grad Celsius transportiert werden. Trockeneis (-78 Grad Celsius) zerstört das Gewebe durch Frost. Domenicos Spenderherz erfror also buchstäblich.

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Domenico starb im Februar. Die Ärzte in Neapel entnahmen Domenico sein eigenes Herz und transplantierten dem schwer kranken Kind das irreparabel beschädigte Spenderherz. Statt zu ihren Fehlern zu stehen, versuchten die Ärzte anschließend, die Behandlungsfehler zu vertuschen. Der Junge lag nach der OP wochenlang im Koma. Im Februar starb Domenico. Tausende Menschen nahmen an der Beerdigung des kleinen Jungen teil.

Wegen des Behandlungsfehlers laufen noch weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die beiden Chirurgen sowie gegen andere Beteiligte – auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Mediziner waren bereits intern von der Arbeit im OP freigestellt worden. Domenicos Eltern fordern, dass die Justiz die Verantwortlichen nun zur Rechenschaft zieht. Inzwischen haben sie eine Stiftung mit dem Namen ihres Sohnes gegründet, die anderen herzkranken Kindern helfen soll.

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