Kundgebung in der Hansestadt
Rund 800 Menschen kamen in Hamburg zusammen, um der Opfer des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) zu gedenken. Die Versammlung, zu der der Verein Hamburg Pride aufgerufen hatte, fand am frühen Abend statt. Auf Instagram schrieb der Verein: "Wir sind in Gedanken bei der Berliner Community." Ein Mitarbeiter des Polizeilagezentrums bestätigte, dass die Eilversammlung nach rund 45 Minuten beendet wurde.
Vorfälle und Auflagen
Während der Kundgebung kam es laut Polizei zu kleineren Vorfällen. Die Beamten sprachen ein Aufenthaltsverbot aus und stellten eine Identität fest. Weitere Details wurden nicht genannt. Die Stimmung war dennoch geprägt von Trauer und Solidarität mit der LGBTQ+-Community in Berlin.
Demonstrationszug durch Barmbek
Am Abend folgte ein Eilaufzug unter dem Motto "Gegen die Gewalt beim CSD". Er führte von der Fuhlsbüttler Straße im Stadtteil Barmbek bis zur S-Bahn-Station Rübenkamp. Die Polizei rechnete mit einer hohen zweistelligen Teilnehmerzahl. Der Zug verlief friedlich.
Hintergrund des Anschlags
Ein Autofahrer hatte am Samstagabend im Berliner Tiergarten am Rande des CSD gezielt Menschen angefahren. Anschließend attackierte er laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weitere Passanten mit einer Art Machete. Eine Frau starb, 29 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Die Behörden gehen von einem islamistischen Motiv aus.
Auswirkungen auf den Hamburger CSD
Der Hamburger CSD ist für den kommenden Samstag geplant. Die Veranstalter stehen nach dem Anschlag vor besonderen Herausforderungen. Sicherheitsmaßnahmen sollen verstärkt werden, um die Teilnehmer zu schützen. Die Anteilnahme in der Stadt ist groß, viele Hamburger zeigen sich betroffen und solidarisch.



