Schrottkanus: Fast 100 Boote aus Alster-Uferbereichen entfernt
Schrottkanus: Fast 100 Boote aus Alster entfernt

Im Juli sind insgesamt knapp 100 wild gelagerte Boote und Boards aus den Uferbereichen der Alster entfernt worden. Dabei handelte es sich um Kanus, Kajaks und Stand-up-Boards (SUPs), wie das Bezirksamt Hamburg-Nord mitteilte. Die gesammelten Wassersportgeräte werden nun von einem Dienstleister zentral gelagert. Wer sein Boot vermisst, kann es dort gegen eine Gebühr abholen. Eigentümer müssen dafür einen Nachweis mitbringen. Falls dieser nicht vorliegt, kann den Angaben zufolge auch eine eidesstattliche Versicherung abgegeben werden.

Hintergrund der Aktion

Bis Ende Juni hatten die Besitzer Zeit, ihre Boote und Boards aus den Uferbereichen zu entfernen. Entsprechende Hinweisschilder sollten aufgestellt werden. Die Aktion zielt darauf ab, die Natur und Tierwelt an der Alster zu schützen. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) verwies darauf, dass die abgestellten Geräte Natur und Tierwelt im Uferbereich schaden würden. Wenn das Projekt weiterhin erfolgreich verlaufe, wolle man auch die Entfernung in weiteren Bezirken prüfen, sagte Fegebank.

Positive Auswirkungen auf die Natur

Bettina Schomburg, Leiterin des Bezirksamts Hamburg-Nord, sagte: „Früher haben wild abgestellte Kanus an den vier Hotspots das Pflanzenwachstum behindert und Tieren den Lebensraum genommen. Jetzt können sich Tiere und Pflanzen wieder dort ansiedeln.“ Bei den Hotspots handelt es sich um den Kuhmühlenteich im Stadtteil Uhlenhorst, den Goldbekkanal in Winterhude, den Barmbeker Stichkanal und den Eppendorfer Mühlenteich. Die Entfernung der Boote und Boards ermöglicht es, dass sich die natürliche Vegetation erholen kann und Tiere wie Wasservögel und Insekten wieder ungestörte Lebensräume finden.

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Weitere Schritte geplant

Die Behörde plant, die Maßnahme bei Erfolg auf andere Bezirke auszuweiten. Die gesammelten Geräte werden mindestens bis zum Herbst eingelagert, um Besitzern die Rückholung zu ermöglichen. Die Gebühr für die Abholung orientiert sich an den tatsächlichen Kosten für Transport und Lagerung. Die Aktion stößt auf große Resonanz: Viele Bürger begrüßen den Schritt, da die wild abgestellten Boote oft monatelang ungenutzt an den Ufern lagen und ein ungepflegtes Erscheinungsbild hinterließen.

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