Fall Fabian: Zeugin sagt aus – entscheidender Hinweis?
Fall Fabian: Zeugin sagt aus – entscheidender Hinweis?

Fall Fabian: Zeugin sagt vor Gericht aus

Im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow steht am Donnerstag die Aussage einer Zeugin im Mittelpunkt, die die Leiche des Jungen entdeckte. Heike M. war am 14. Oktober 2025 gemeinsam mit der Angeklagten Gina H. (30) bei einem Spaziergang nahe Klein Upahl unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde bei diesem Spaziergang die Leiche offiziell gefunden und die Polizei alarmiert.

Schlüsselrolle für die Staatsanwaltschaft

Für die Staatsanwaltschaft könnte Heike M. eine Schlüsselrolle spielen. Denn es steht im Raum, dass Gina H. den Fundort bereits deutlich früher kannte. Fabian war am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow verschwunden. Vier Tage später meldete Gina H. der Polizei, sie habe die Leiche des Kindes während eines Spaziergangs entdeckt. Doch die Beweisaufnahme der vergangenen Prozesstage zeichnete ein komplizierteres Bild.

Aussagen von Bekannten belasten Angeklagte

Vor dem Landgericht Rostock sagten bereits Christian D. und Olaf K. aus, die Gina H. als ihre Freunde bezeichnet. Demnach soll die Angeklagte beide bereits vor dem offiziellen Auffinden des Jungen gezielt zu dem abgelegenen Tümpel bei Klein Upahl geführt haben. Christian D. sagte aus, Gina H. habe ihn am Abend des 13. Oktober zu dem Gewässer gelotst, während Fabian noch als vermisst galt. Vor Gericht sagte er, die Angeklagte habe genau gewusst, wohin sie wollte. Nach seiner Aussage stießen beide dort auf einen menschlichen Körper. Die Polizei wurde damals nicht verständigt. Auch Olaf K. soll sich noch vor dem offiziellen Fund mit Gina H. an dem Tümpel aufgehalten haben. Im Prozess sagte er, Gina H. habe ihm den Weg diktiert. Vorher sei er dort nie gewesen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erwartungen an die Aussage von Heike M.

Die Richter wollen nun klären, wie der Spaziergang am 14. Oktober tatsächlich verlief. Wer schlug die Route vor? Wie verhielt sich Gina H. auf dem Weg zum Tümpel? Und wirkte die Entdeckung der Leiche auf ihre Begleiterin tatsächlich überraschend? Besonders wichtig: Hat Heike M. etwas beobachtet, das zeigt, ob Gina H. den Fundort bereits kannte? Oberstaatsanwalt Nowack erklärte am Ende des 12. Prozesstages: „Wir haben uns heute mehrere Schuhpaare angesehen, von der Marke Pammys. Die Spuren, die am Tatort aufgefunden wurden, waren auch von dieser Marke. Darüber hinaus hat die Angeklagte die Auffindestelle als Schweinesuhle benannt, auch ihr Großvater kannte diesen Begriff. Auch das wird noch eine Rolle spielen, wenn wir die nächste Zeugin hören.“

Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen

Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-Jährigen vor, Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, ihn bei Klein Upahl getötet und die Leiche anschließend angezündet zu haben. Gina H. schweigt vor Gericht bislang zu den Vorwürfen. Mit der Aussage von Heike M. könnte nun ein weiterer wichtiger Baustein in dem Indizienprozess hinzukommen. Ob ihre Schilderungen die Version der Anklage stützen oder neue Fragen aufwerfen, wird sich am Donnerstag im Landgericht Rostock zeigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration