Großrazzia im Unterallgäu: Drogenfund und Haftbefehle
Großrazzia im Unterallgäu: Drogen und Haft

Bei einer konzertierten Großrazzia im Unterallgäu haben Polizeikräfte am frühen Dienstagmorgen mehrere Objekte durchsucht und dabei eine erhebliche Menge Rauschgift sichergestellt. Die Aktion richtete sich gegen mutmaßliche Drogenhändler, die im Verdacht stehen, über Monate hinweg einen schwunghaften Handel mit illegalen Substanzen betrieben zu haben. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt, die zuvor von der Staatsanwaltschaft Memmingen erwirkt worden waren.

Durchsuchungen in mehreren Gemeinden

Die Durchsuchungen fanden zeitgleich in mehreren Ortschaften des Landkreises Unterallgäu statt. Neben Privatwohnungen waren auch Geschäftsräume und ein Lagerobjekt Ziel der Ermittler. Die genauen Orte nannte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht. Allerdings bestätigte ein Sprecher, dass die Einsatzkräfte neben der Kriminalpolizei auch Spezialeinheiten und Diensthunde zur Spurensuche eingesetzt hatten.

Bei den Durchsuchungen stießen die Beamten auf mehrere Kilogramm Amphetamin, Marihuana und Kokain sowie auf Bargeld in fünfstelliger Höhe. Zudem wurden Mobiltelefone und Aufzeichnungen sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Die Beamten beschlagnahmten außerdem diverses Equipment, das offenbar zum Abpacken und Verkauf der Drogen diente.

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Verdächtige in Untersuchungshaft

Gegen mehrere Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen und vollstreckt. Sie wurden dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Memmingen vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Die Beschuldigten sind deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, als Bande gehandelt zu haben, die regelmäßig größere Mengen Rauschgift aus dem Ausland bezog und im Allgäu vertrieb.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen sprach von einem „erheblichen Schlag gegen den Drogenhandel im südlichen Bayern“. Die Ermittlungen dauern an, weitere Durchsuchungen und Festnahmen sind nicht ausgeschlossen. Die Polizei prüft derzeit, ob die sichergestellten Drogen mit weiteren Straftaten in Verbindung stehen.

Hintergrund: Drogenkriminalität im Allgäu

Die Razzia ist Teil einer Serie von Maßnahmen gegen die Rauschgiftkriminalität in der Region. Erst im vergangenen Jahr hatte die Polizei bei ähnlichen Aktionen mehrere Kilogramm Drogen sichergestellt. Die Behörden beobachten, dass der Handel zunehmend über soziale Netzwerke und verschlüsselte Messenger-Dienste abgewickelt wird. Die Ermittler setzen daher verstärkt auf digitale Spuren und verdeckte Ermittler.

Bürgerinnen und Bürger, die Hinweise zu Drogengeschäften geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Die Polizei betont, dass alle Hinweise vertraulich behandelt werden. Die aktuellen Ermittlungen werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bis ein umfassendes Bild der mutmaßlichen Tätergruppe vorliegt.

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