JVA Tegel: Ex-Psychologin und Häftling wegen Bestechung angeklagt
JVA Tegel: Ex-Psychologin und Häftling angeklagt

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine 36-jährige ehemalige Psychologin der Justizvollzugsanstalt Tegel sowie einen 41-jährigen Häftling erhoben. Der Vorwurf: Bestechlichkeit und Bestechung. Das Verfahren wird vor dem Amtsgericht Tiergarten verhandelt.

Die Vorwürfe im Detail

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll die Psychologin zwischen Februar 2023 und März 2024 eine private Beziehung zu dem Gefangenen geführt haben. Obwohl sie diese Beziehung nicht offenlegte, blieb sie für seine psychologische Betreuung zuständig. Im Gegenzug soll der Häftling der Frau Wertgegenstände sowie Amazon-Gutscheine im Gesamtwert von rund 2860 Euro überlassen haben. Deshalb wirft die Ermittlungsbehörde der ehemaligen Psychologin fünf Fälle der Bestechlichkeit vor. Gegen den 41-Jährigen lautet der Vorwurf auf fünf Fälle der Bestechung.

Darüber hinaus soll die Frau den Inhaftierten regelmäßig über interne Abläufe in der JVA informiert haben. Sie habe zudem verschwiegen, dass der Mann Mobiltelefone besaß – deren Besitz in der Justizvollzugsanstalt verboten ist. Außerdem soll sie versucht haben, Einfluss auf den Vollzug seiner Haftstrafe zu nehmen.

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Ermittlungen und Konsequenzen

Das Verfahren kam durch einen anonymen Hinweis eines anderen Gefangenen im November 2023 ins Rollen. Bei Durchsuchungen im März 2024 stellten die Ermittler Beweismittel sowohl bei der damaligen Psychologin als auch bei dem Häftling sicher. Das Arbeitsverhältnis der Frau mit der JVA Tegel wurde noch im März 2024 beendet. Der 41-Jährige befindet sich weiterhin in Strafhaft.

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