Ein 30 Jahre alter Mann sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er am Donnerstag in Ingolstadt mehrere Kunden vor einem Geschäft mit einer Zange angegriffen haben soll. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Der Vorfall ereignete sich am frühen Abend in der Innenstadt.
Angriff mit Zange: Was geschah?
Gegen 18 Uhr ging der Beschuldigte nach bisherigen Erkenntnissen auf mehrere Personen vor einem Supermarkt los. Er schlug mit der Zange auf die Kunden ein. Drei Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Sie mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Polizei nicht.
Passanten hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten nahmen den 30-Jährigen noch am Tatort fest. Der Mann stand offenbar unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Ein Drogen- und Alkoholtest fiel positiv aus, wie die Polizei mitteilte.
Haftbefehl wegen versuchter Tötung
Am Freitag erließ ein Richter Haftbefehl. Der Mann kam in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchte Tötung in drei Fällen vor. Zudem wird geprüft, ob er wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt wird. Der Beschuldigte machte bislang keine Angaben zu den Vorwürfen.
Hintergründe unklar
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zur Motivlage geben können. Die Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Bearbeitung übernommen.
Die Stadt Ingolstadt zeigte sich bestürzt. Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) dankte den mutigen Passanten, die eingegriffen hatten. „Ihr beherztes Eingreifen hat vermutlich Schlimmeres verhindert“, sagte er. Die Polizei lobte ebenfalls das Zivilcourage der Zeugen.
Der Angriff wirft Fragen zur Sicherheit in der Innenstadt auf. Die Polizei erhöhte zunächst die Präsenz in dem Bereich. Ob die Maßnahmen bestehen bleiben, ist offen. Die Ermittlungsbehörden prüfen, ob eine psychische Erkrankung eine Rolle spielt. Ein Gutachten wurde angeordnet.



