Neue Plagiatsvorwürfe gegen Thüringens Regierungschef Mario Voigt
Neue Plagiatsvorwürfe gegen Thüringens Regierungschef Mario Voigt

Der Plagiatsprüfer Stefan Weber hat ein von der Thüringer AfD-Fraktion beauftragtes Gutachten vorgelegt, das neue Plagiatsvorwürfe gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) enthält. Laut Weber wurden 125 neue Plagiatsstellen in Voigts Doktorarbeit gefunden, sodass die Gesamtzahl nun bei 265 liegt.

Weber sprach bei der Vorstellung des Papiers in Erfurt von einem „schwerwiegenden Plagiatsfall“ und einem „Betrugsfall“. Der promovierte Kommunikationswissenschaftler ist einer der bekanntesten Plagiatsprüfer im deutschsprachigen Raum und hat unter anderem die Arbeiten von Annalena Baerbock und Alena Buyx untersucht.

Webers Gutachten sind jedoch umstritten; viele Experten sehen in den beanstandeten Stellen lediglich Nachlässigkeiten oder Wiederholungen allgemein bekannter Sachverhalte. Bereits vor der Landtagswahl 2024 hatte Weber die Technische Universität Chemnitz über angebliche Mängel in Voigts Dissertation von 2008 informiert, was die Thüringer CDU als Schmutzkampagne wertete.

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Im Januar entschied die TU Chemnitz, Voigt die Doktorwürde zu entziehen. Voigt legte Widerspruch ein, das Verfahren läuft noch. Er darf den Titel bis zur Rechtskraft führen. Voigt betont, der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei nicht betroffen.

Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke widerspricht: „Doch, der wissenschaftliche Kern der Dissertation von Mario Voigt ist von den Vorwürfen betroffen.“ Er forderte Voigt erneut zum Rücktritt auf. Ein konstruktives Misstrauensvotum der AfD gegen Voigt war Anfang Februar gescheitert.

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