Berlin/Hamburg – Die Polizei hat bei koordinierten Durchsuchungen in Berlin und Hamburg neun scharfe Schusswaffen sichergestellt. Die Aktion richtete sich gegen sechs Männer im Alter von 40 bis 66 Jahren, die im Verdacht des illegalen Waffenhandels stehen. Festnahmen gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin zunächst nicht.
Durchsuchungen in Berlin und Hamburg
Insgesamt durchsuchten die Ermittler zwölf Objekte, darunter mehrere Geschäftsräume in Berlin. Beteiligt waren 240 Einsatzkräfte. In Berlin stellten die Beamten sechs scharfe Schusswaffen, rund 120.000 Euro Bargeld, Goldbarren und eine erhebliche Menge Munition sicher. Zudem fanden sie etwa 1.700 Kilogramm mutmaßlich unversteuerten Wasserpfeifentabak sowie einen Taser.
In Hamburg wurden drei scharfe Schusswaffen, rund 1.000 Patronen und 6.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Zwei der Waffen befanden sich legal im Besitz und wurden zur Prüfung möglicher waffenrechtlicher Maßnahmen sichergestellt. Die dritte Waffe war nicht registriert.
Ermittlungsgruppen im Einsatz
Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingerichteten Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“). Unterstützt wurden die Ermittler von der Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) des Landeskriminalamts, die erst im November 2025 ins Leben gerufen wurde. Hintergrund ist die seit längerem steigende Gewaltkriminalität mit Schusswaffen, die der Polizei zunehmend Sorgen bereitet.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass es sich um einen schweren Fall des Waffenhandels handele. Die Ermittlungen dauern an. Die beschlagnahmten Gegenstände dienen als Beweismittel. Ob die sechs Tatverdächtigen in Untersuchungshaft kommen, entscheidet ein Richter.



