Im Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian hat eine frühere Freundin der Angeklagten Gina H. vor Gericht ausgesagt. Die Zeugin schilderte einen inszenierten Leichenfund und eine erschütternde menschliche Kälte.
Der Anruf: „Wir haben ihn gefunden. Er ist tot“
Laut der Aussage rief Gina H. ihre damalige Freundin an und sagte: „Wir haben ihn gefunden. Er ist tot.“ Die Freundin beschrieb, wie Gina H. den Fund des Jungen inszeniert habe, um den Verdacht von sich abzulenken. Die Kälte, mit der die Angeklagte dabei vorgegangen sei, habe sie tief erschüttert.
Inszenierung des Leichenfunds
Die Zeugin berichtete, dass Gina H. den Fund des toten Fabian so dargestellt habe, als sei er von anderen entdeckt worden. Dabei habe sie bewusst den Eindruck erweckt, selbst nicht in die Tat verwickelt zu sein. Die Freundin gab an, Gina H. habe ihr detailliert geschildert, wie sie vorgegangen sei.
Eiskalte Kommunikation
Besonders belastend für die Zeugin war die emotionale Distanz, die Gina H. an den Tag legte. Sie habe keinerlei Reue oder Trauer gezeigt, sondern die Situation wie ein kalkuliertes Spiel behandelt. Die Aussage der früheren Freundin wiegt schwer im Verfahren vor dem Landgericht Rostock.
Der Prozess gegen Gina H. wird fortgesetzt. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.



