Mordprozess gegen Rapper D4vd: Letzte Nachricht von Celeste (†14) verlesen
Rapper D4vd wegen Mordes an 14-Jähriger vor Gericht

Ein US-Richter hat entschieden: Der Rapper D4vd, bürgerlich David Anthony Burke (21), muss sich wegen Mordes an der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez vor einem Geschworenengericht verantworten. Richterin Charlaine Olmedo erklärte nach einer fünftägigen Voranhörung in Los Angeles, dass genügend Hinweise für eine Anklage vorlägen. Der Musiker muss sich wegen Mordes, fortgesetzten sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 14 Jahren und Verstümmelung menschlicher Überreste verantworten. Zudem ordnete die Richterin an, dass D4vd bis auf Weiteres ohne Kaution in Untersuchungshaft bleibt.

Die letzte Nachricht des Opfers

Im Rahmen der Anhörung wurde die letzte Nachricht von Celeste an den Rapper verlesen. Am 23. April 2025 soll das Mädchen kurz nach 22 Uhr mit einem Uber, das D4vd angeblich bestellt hatte, an seinem Haus in den Hollywood Hills angekommen sein. Ihre letzte Nachricht lautete: „Ich bin gleich da, mach die Tür auf, wenn du zu Hause bist.“ Danach brach der Kontakt ab. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass D4vd Celeste unmittelbar nach Betreten des Hauses tötete.

Anklage: „Berg an Beweisen“

Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman (62) bezeichnete die Beweislage als überwältigend. In der vergangenen Woche wurden bereits der mutmaßliche Tathergang und der Obduktionsbericht detailliert vorgestellt. Gerichtsmediziner Dr. Grant Ho erläuterte anhand von Bildern und Zeichnungen die Verletzungen des Mordopfers. Die Anklage wirft D4vd vor, Celeste sexuell missbraucht, manipuliert und schließlich getötet zu haben, nachdem sie angeblich gedroht hatte, die Beziehung öffentlich zu machen und damit seine Karriere zu zerstören. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem „überwältigenden Berg an Beweisen“.

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Verteidigung plädiert auf Totschlag

D4vds Anwältin Marilyn Bednarski argumentierte hingegen, es gebe keine Beweise, dass ihr Mandant mit „bewusster Absicht“ getötet habe. Die vielen Textnachrichten zwischen dem Angeklagten und der 14-Jährigen würden eher das Gegenteil zeigen; Burke habe Fürsorge und Liebe geäußert. Die Verteidigung beantragte, die Mordanklage fallen zu lassen, jedoch ohne Erfolg. Richterin Olmedo sah genügend Anhaltspunkte für ein Mordverfahren.

Nächste Schritte im Verfahren

Der nächste Termin im Horror-Prozess gegen Rapper D4vd steht fest: Die Anklageverlesung soll am 31. August stattfinden. Bezirksstaatsanwalt Hochman erklärte zudem, dass er noch prüfe, ob er die Todesstrafe beantragen werde. Der Rapper zeigte während der Entscheidung keinerlei Emotionen, obwohl die Staatsanwaltschaft ihn als „sehr cleveren Erwachsenen“ bezeichnete.

In Celestes Heimatstadt Lake Elsinore in Kalifornien wurde eine Gedenktafel für das 14-jährige Opfer aufgestellt. Der Fall hat international für Entsetzen gesorgt und wirft erneut Fragen zum Schutz von Minderjährigen vor sexuellem Missbrauch durch Prominente auf.

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