Betrüger erbeuten in Tapfheim weitere 28.000 Euro mit Recovery-Scam
Recovery-Scam: 28.000 Euro Schaden in Tapfheim

Die Betrugsserie gegen einen Bewohner von Tapfheim geht weiter: Nachdem das Opfer bereits in der Vergangenheit um Geld gebracht worden war, haben ihm nun weitere Betrüger mit einer dreisten Masche erneut eine hohe Summe abgenommen. Sie gaben vor, das verlorene Geld zurückholen zu können – und kassierten dafür 28.000 Euro.

Nach Angaben der Polizei ist der Geschädigte erneut auf eine perfide Masche hereingefallen. Die Täter traten mit dem Versprechen an ihn heran, die zuvor erbeutete Summe wiederbeschaffen zu können. Für ihre angeblichen Dienste verlangten sie eine Vorabzahlung. Das Opfer überwies den geforderten Betrag in mehreren Transaktionen – insgesamt rund 28.000 Euro. Von den Tätern fehlt seitdem jede Spur.

Die Ermittlungen laufen bereits. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter nicht zum ersten Mal zugeschlagen haben. Auch die genaue Höhe des Gesamtschadens aus dem ersten Betrugsfall ist noch unklar. Fest steht: Das Opfer ist durch die erneute Tat noch einmal finanziell stark belastet worden.

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Recovery-Scam: So funktioniert die Masche

Bei der sogenannten Recovery-Scam handelt es sich um eine besonders hinterhältige Betrugsform. Die Täter beobachten gezielt Personen, die bereits Opfer von Cyberkriminellen wurden. Sie geben vor, Anwälte, Polizisten oder Mitarbeiter von offiziellen Stellen zu sein. In Schreiben und Telefonaten versichern sie, die verlorenen Gelder seien aufgespürt worden und könnten gegen Zahlung einer Gebühr freigegeben werden.

In vielen Fällen nutzen die Täter sogar echte Namen von Anwaltskanzleien oder Behörden. Sie erstellen gefälschte Dokumente, die wie offizielle Schreiben aussehen. Oft werden die Opfer unter Druck gesetzt, etwa mit der Androhung rechtlicher Konsequenzen oder mit der Aussicht auf kurz bevorstehende Auszahlungen.

Die Masche ist nicht neu. Doch gerade im Zuge zunehmender Phishing-Angriffe und gefälschter Online-Shops nutzen Betrüger die Verzweiflung ihrer Opfer systematisch aus. Wer schon einmal Geld verloren hat, hofft oft auf eine schnelle Lösung – genau diese Hoffnung machen sich die Täter zunutze. Sie geben den Opfern das Gefühl, nur noch einen kleinen Betrag investieren zu müssen, um an das große Geld zu kommen.

Ermittlungen in Tapfheim: Suche nach den Tätern

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Bislang ist unklar, von wo aus die Täter agierten. Es ist anzunehmen, dass sie sich im Ausland befinden und die Kommunikation über gefälschte Nummern und E-Mail-Adressen abgewickelt wird. Die Beamten suchen nun nach weiteren Aufenthalten und Konten, über die die Zahlungen gelaufen sind.

Ein besonderes Problem bei solchen Taten ist die schnelle Weiterleitung des Geldes. Oft werden die Beträge innerhalb weniger Minuten auf mehrere Konten im In- und Ausland transferiert. Dadurch wird es für die Ermittler schwierig, die Gelder zu beschlagnahmen. Hinzu kommt, dass die Täter häufig mit falschen Identitäten arbeiten.

Die Polizei in Schwaben hat in der Vergangenheit immer wieder auf diese Betrugsform hingewiesen. Dennoch fallen immer wieder Menschen auf die Versprechen herein. Gerade ältere Menschen sind häufig betroffen, aber auch jüngere, die im Internet auf falsche Anlageplattformen gestoßen sind.

Polizei warnt: Keine Vorabzahlungen leisten

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor, auf derartige Forderungen einzugehen. Wer unsicher ist, ob eine Zahlung wirklich notwendig ist, sollte sich umgehend beraten lassen. Auch der gesunde Menschenverstand zahlt sich aus: Echte Behörden verlangen keine Vorabzahlungen für die Rückgewinnung gepfändeter oder gestohlener Vermögenswerte.

Die Beamten geben konkrete Handlungsempfehlungen: Bereits beim ersten Kontakt sollte man keine persönlichen Daten preisgeben. Seriöse Anwälte oder Behörden gewinnen ihre Mandanten nicht über unaufgeforderte Telefonanrufe oder E-Mails. Wer eine Forderung erhält, sollte zunächst Rücksprache mit der eigenen Bank oder der örtlichen Polizeidienststelle halten.

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Das können Betroffene tun

Wer bereits auf eine Recovery-Scam hereingefallen ist, sollte die Zahlungen sofort stoppen und Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstatten. Auch das Übertragen von Kontobewegungen und die gesamte Kommunikation mit den Tätern können für die Ermittlungen entscheidend sein. Banken können unter Umständen getätigte Überweisungen noch stoppen, wenn schnell gehandelt wird.

Vorbeugend gilt: Seriöse Stellen werden niemals mit Rückzahlungsversprechen und gleichzeitigen Gebührenforderungen auftreten. Misstrauen ist immer angebracht, wenn unbekannte Personen Druck ausüben oder Zeitdruck vorschützen. Auch ein Blick ins Impressum der vermeintlichen Anwaltskanzlei kann helfen – oft finden sich dort nur Wegwerfadressen oder Postfächer.

Der Schaden in diesem Fall ist erheblich. Die Ermittler hoffen, über die Überweisungswege an die Täter zu gelangen. Zeugen, die verdächtige Kontaktversuche in Zusammenhang mit dem Fall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.