Die Nacht, als die Angeklagte einem Freund Fabians Leiche zeigte
Im Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian hat am Freitag ein wichtiger Zeuge ausgesagt. Der Mann berichtete, dass die Angeklagte Gina H. ihn zu dem Ort gefahren habe, an dem der tote Junge lag. Die zentrale Frage lautet: Wusste Gina H. wirklich nicht, was sie dort finden würden?
Der Zeuge, ein Freund der Angeklagten, schilderte vor Gericht, dass Gina H. ihn in jener Nacht zu einem abgelegenen Waldstück in der Nähe von Rostock gefahren habe. Sie habe ihm gesagt, sie müsse ihm etwas Wichtiges zeigen. Vor Ort angekommen, habe sie ihn zu einer Lichtung geführt, wo die Leiche des Jungen lag. Der Zeuge gab an, dass Gina H. ruhig und gefasst gewirkt habe. Sie habe nicht überrascht getan, als sie den toten Körper erblickte. Dies lasse darauf schließen, dass sie von dem Fundort gewusst habe, so der Zeuge.
Die Verteidigung der Angeklagten bestreitet dies. Sie argumentiert, dass Gina H. in der Nacht verwirrt und unter Schock gestanden habe. Sie habe nicht gewusst, dass die Leiche dort liege. Vielmehr sei sie von unbekannten Tätern zu dem Ort gelockt worden. Der Zeuge widerspricht dieser Darstellung. Er betont, dass Gina H. zielstrebig und ohne zu zögern den Weg zur Leiche gefunden habe. Sie habe sogar genau gewusst, wo der Körper abgelegt worden sei.
Der Fall sorgt bundesweit für Aufsehen. Der achtjährige Fabian war im Dezember 2025 tot aufgefunden worden. Er war Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, den Jungen getötet und die Leiche anschließend im Wald versteckt zu haben. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Ihr Anwalt kündigte an, dass sie sich im Laufe des Verfahrens äußern werde.
Das Gericht muss nun klären, ob Gina H. tatsächlich die Täterin ist oder ob sie nur in die Tat verwickelt wurde. Der Zeuge gilt als einer der wichtigsten Belastungszeugen. Seine Aussage könnte entscheidend sein. Der Prozess wird fortgesetzt.



