Schüsse auf Wohnhaus in Berlin-Spandau: Polizei sucht Zeugen
Schüsse auf Wohnhaus in Berlin-Spandau

In Berlin-Spandau ist es am Freitagabend zu einem Schusswaffenvorfall gekommen. Unbekannte haben auf ein Wohnhaus in der Straße An der Kappe geschossen. Die Polizei fand daraufhin Einschusslöcher in einer Wohnungstür, wie sie mitteilte. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Anwohnerin alarmiert Polizei nach Schüssen

Eine Anwohnerin hatte gegen Abend mehrere Schussgeräusche wahrgenommen und sofort den Notruf gewählt. Sie teilte der Polizei mit, sie habe zwei Personen gesehen, die unmittelbar nach den Schüssen in Richtung Borkzeile geflüchtet seien. Die sofort eingeleitete Fahndung nach den beiden Tatverdächtigen verlief zunächst ohne Erfolg.

Die Einsatzkräfte, die nach dem Alarm zum Tatort eilten, stellten die Einschusslöcher in der Tür einer Wohnung im Erdgeschoss fest. Ob sich zu diesem Zeitpunkt Bewohner in der Wohnung aufhielten, blieb unklar. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Angriffs dauern an.

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Polizeidirektion West übernimmt Ermittlungen

Mit dem Fall ist ein Fachkommissariat der Polizeidirektion West betraut. Nach Angaben einer Polizeisprecherin stand das Kommissariat zunächst in Kontakt mit der Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) des Landeskriminalamts (LKA). Diese Einheit wird bei Schusswaffendelikten mit möglichem kriminellem Hintergrund hinzugezogen. Aktuell ermittle „Ferrum“ in diesem Fall allerdings nicht, sagte die Sprecherin.

Die Gründung von „Ferrum“ erfolgte im November 2025 und war eine Reaktion auf die zunehmende Schusswaffenkriminalität in Berlin. Die Polizei hatte wiederholt auf die Gefahren solcher Vorfälle hingewiesen, bei denen oft auch unbeteiligte Dritte in Gefahr geraten.

Schusswaffenvorfälle belasten die Polizei

In Berlin kommt es immer wieder zu Schüssen auf Häuser, Autos oder Personen. Häufig stehen diese Taten im Zusammenhang mit Konflikten in der Drogen- oder Clanszene. Der Vorfall in Spandau zeigt, dass Schusswaffengewalt auch in Wohngebieten ankommen kann, die bislang als ruhig gelten.

Die Sondereinheit „Ferrum“ soll künftig bei schweren Schusswaffendelikten ermitteln, bei denen ein organisiertes Vorgehen erkennbar ist. Ob der aktuelle Fall in Spandau eine solche Dimension hat, ist noch unklar. Die Ermittler prüfen derzeit alle Spuren, darunter auch die Einschusslöcher und mögliche Patronenhülsen am Tatort.

Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Polizei sucht nun Zeugen, die in der Straße An der Kappe oder in der Nähe der Borkzeile verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Insbesondere Hinweise zu den beiden flüchtigen Personen sind für die Ermittler von Bedeutung. Diese sollen sich zu Fuß in Richtung Borkzeile entfernt haben. Wer etwas gesehen hat, kann sich direkt an die Polizeidirektion West wenden.

Der Schusswaffenvorfall sorgt in Spandau für Unruhe. Offizielle Informationen zu einer möglichen Gefährdung der Anwohner gibt es nicht. Die Polizei hat aber angekündigt, die Ermittlungen mit Hochdruck voranzutreiben. Weitere Erkenntnisse werden im Laufe der nächsten Tage erwartet.

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